Montag, 2. November 2026
Einsturzgefahr 01.11.2026 · 20:30

Lindabrunn: Nach Feuer wird vor Lebensgefahr am Gelände gewarnt

Großbrand im HTV-Gebäude: 160 Feuerwehrleute waren im Einsatz und verhinderten die Ausbreitung auf den Wald und eine Wohnsiedlung. Foto: Pressestelle BFKDO BADEN

Nach dem verheerenden Feuer im ehemaligen HTV-Erholungszentrum wurde ein behördliches Betretungsverbot für das Gelände verhängt. Während die Ermittlungen laufen, dauern Kontrollen und Sicherungsmaßnahmen vor Ort an.

Der Einsatzort des Großbrandes im ehemaligen HTV-Erholungs- und Seminarzentrum in der Eisnerstraße in Lindabrunn wurde behördlich gesperrt. Das Betreten des Geländes ist verboten. Grund dafür ist der schlechte Zustand des Gebäudes, das durch das Feuer zusätzlich schwer beschädigt wurde. Herabstürzende Gebäudeteile und weitere Gefahrenstellen stellen laut Feuerwehr eine akute Gefahr für Menschen dar.

Die Bevölkerung wird daher aufgefordert, die Absperrungen unbedingt zu beachten und das Areal nicht zu betreten. Die Sperre bleibt bis auf Weiteres aufrecht.

Großbrand löste Großeinsatz aus

Das Feuer war am 30. Oktober in dem seit Jahren leerstehenden und stark baufälligen Gebäudekomplex ausgebrochen. Dabei war das Lokal des ehemaligen Gewerkschaftsheimes in seiner Hochblüte Anziehungspunkt für die Jugend aus der gesamten Region. Und auch, dass das Heim über ein Schwimmbad verfügte, übte eine große Anziehungskraft aus. Bereits bei der Anfahrt waren die Rauchschwaden kilometerweit sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Teil des Dachstuhls in Vollbrand.

Wegen der erheblichen Einsturzgefahr konnten die Feuerwehrleute das Gebäude nicht betreten. Die Brandbekämpfung erfolgte ausschließlich von außen. Dichter Rauch, Wind und die schwierige Wasserversorgung erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich.

Wald und Wohngebiet geschützt

Da anfangs nicht genügend Löschwasser zur Verfügung stand und ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Föhrenwald sowie nahe Wohngebiete drohte, wurden weitere Feuerwehren aus den Bezirken Baden, Wiener Neustadt und Mödling nachalarmiert.

Insgesamt standen in der Hochphase rund 160 Feuerwehrmitglieder von 17 Feuerwehren im Einsatz. Das Gebäude selbst konnte nicht mehr gerettet werden. Den Einsatzkräften gelang es jedoch, eine Ausbreitung des Feuers auf Waldflächen und benachbarte Objekte zu verhindern.

Kontrollen dauerten weiter an

Auch am Tag nach dem Großbrand waren die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. Gemeinsam mit den Feuerwehren Enzesfeld, St. Veit an der Triesting, Stadt Bad Vöslau und Baden-Leesdorf mit ihrer Drohnengruppe wurden weitere Brandkontrollen und Nachlöscharbeiten durchgeführt.

Dabei suchten die Einsatzkräfte bis in die Mittagsstunden gezielt nach Glutnestern, um ein neuerliches Aufflammen des Feuers zu verhindern. Parallel dazu mussten in den Feuerwehrhäusern Schläuche, Geräte und Ausrüstungsgegenstände gereinigt, getrocknet und wieder einsatzbereit gemacht werden.

Die Ursache des Brandes ist weiterhin Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens liegen derzeit nicht vor.