Sam Askaris Geschichte nach dem Amoklauf in Graz
In seinem Buch „Graz, 10. Juni 2025“ verarbeitet Sam Askari die Ereignisse des Amoklaufs, den er überlebte. Auszüge daraus sind nun in Stockerau zu hören.
Mit einer Lesung aus dem Buch „Graz, 10. Juni 2025“ rückt der Verein „kunst & ko“ das Schicksal des Grazer Amoklauf-Überlebenden Sam Askari in den Mittelpunkt. Ein 21-Jähriger hat im Vorjahr in seiner ehemaligen Schule, dem BORG Dreierschützengasse in Graz, zehn Menschen erschossen und elf Personen verletzt, bevor er sich selbst tötete. Askari überlebte den Amoklauf. Mit seinem Buch verarbeitete er seine persönlichen Erfahrungen.
Er schrieb über seine Migration mit seiner Familie aus dem Iran nach Graz infolge eines Berufswechsels seines Vaters, über die Unterschiede zwischen den beiden Ländern, über Fragen von Heimat und Integration, über den Tod und jenen Tag, der sein Leben veränderte. Daraus lesen Valerie Berger, Monika Havel, Niki Kalandaze, Matthias Kubat und Iris Lembacher. Askari selbst kommt zu Wort und stellt zwei seiner Rapsongs vor. Melitta Ebenbauer und Friends gestalten die Lesung musikalisch.
Mittlerweile hält der Verein „kunst & ko“ jedes Jahr eine Lesung in der Friedenskirche ab. Die Idee dazu hatte Matthias Kubat. Er wollte im Trubel des Advents einen Akzent setzen und zeigen, dass nicht immer und nicht für alle ein sorgenfreies Weihnachten möglich ist. „Die etwas andere Geschichte von Sam Askari“ ist in der evangelischen Pfarrkirche Stockerau am 8. November um 17 Uhr zu hören. Der Erlös geht an das Friedensprojekt der evangelischen Kirche und den Verein punkt.um.