Falsch entsorgt: Lithium-Hochvoltmodul fängt bei Altmetallfirma Feuer
Ein falsch entsorgtes Lithium-Ionen-Hochvolt-Akkumodul verursachte am 16. Juli einen Feuerwehreinsatz im Gewerbepark Antensee bei Schrick. Die Freiwillige Feuerwehr Schrick musste mehrfach aufflammende Brandstellen sichern.
Am 16. Juli gegen 9.14 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Schrick zu einem Altmetall-Entsorgungsunternehmen im Gewerbepark Antensee an der B46 alarmiert. Bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten Mitarbeiter des Betriebs erste Löschmaßnahmen durchgeführt.
Als Brandursache stellte sich ein Lithium-Ionen-Hochvolt-Akkumodul heraus, das fälschlicherweise im Altmetall abgegeben worden war. Die Feuerwehr weist darauf hin: „Solche Lithium-Ionen-Akkus bzw. Hochvolt-Akkumodule gehören nicht in die Altmetallsammlung, sondern müssen über die dafür vorgesehenen Rücknahme- und Entsorgungsstellen fachgerecht entsorgt werden.“
Aufwendige Kühlung des Akkus
Die Feuerwehr kühlte das beschädigte Akkumodul weiter ab und lagerte es anschließend in einer mit Wasser gefüllten Metallwanne. Zusätzlich wurden vorsorglich zwei weitere Behälter vorbereitet und mit Wasser gefüllt. Auch andere Hochvolt-Akkumodule wurden darin eingelagert, um im Fall eines weiteren Brandereignisses rasch reagieren zu können.
Während der Arbeiten kam es mehrmals zu einem erneuten Aufflammen sowie zur Ausgasung des beschädigten Moduls. Laut Feuerwehr stellen Lithium-Ionen-Akkus nach einem Brand ein besonderes Risiko dar, da sie sich durch chemische Reaktionen im Inneren auch Stunden später wieder entzünden können.
Hohe Gefahr durch Wiederentzündung
Die Einsatzkräfte betonen, dass in solchen Fällen eine intensive Kühlung sowie eine laufende Kontrolle notwendig sind. Ebenso entscheidend sei die fachgerechte Lagerung und spätere Entsorgung der betroffenen Akkus, um Gefahren für Menschen und Umwelt zu vermeiden.
5 Bilder – seitlich wischen
„Gerade Lithium-Ionen-Akkus stellen nach einem Brand eine besondere Herausforderung dar“, so die Feuerwehr. Der Appell lautet daher klar: Beschädigte oder defekte Akkus dürfen keinesfalls im Restmüll entsorgt werden.
Nach rund einer Stunde konnte der Einsatz beendet werden. Die Feuerwehr rückte anschließend wieder ins Feuerwehrhaus ein.