Pfarrverband „Am Liechtenstein“ feierlich eröffnet
Bischofsvikar Richard Kager übergab das Dekret für die neue Struktur im Rahmen eines Gottesdienstes an Pfarrer Tom Kruczynski.
Mit einem Festgottesdienst wurde der neue Pfarrverband „Am Liechtenstein“ offiziell gegründet. Die Pfarren Brunn am Gebirge, Hinterbrühl und Maria Enzersdorf werden dadurch künftig enger zusammenarbeiten, ihre seelsorgerischen Kräfte bündeln und das pfarrliche Leben in der Region gemeinsam stärken.
Bischofsvikar Richard Kager feierte den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Tom Kruczynski, Kaplan Michael Kreuzer und Pastoralassistentin Monika Schöner. Zahlreiche Gläubige aus den drei Gemeinden nahmen an der Feier in der Brunner Pfarrkirche zur Heiligen Kunigunde teil. Unter den Ehrengästen waren der Brunner Bürgermeister Andreas Linhart, die Maria Enzersdorfer Vizebürgermeisterin Michaela Haidvogel, Kaplan Michael Kreuzer, die evangelische Pfarrerin Anne Tikkanen-Lippl sowie Pater Karmel Węglarz, Prior des Franziskanerklosters.
Symbolischer Kerzentausch
Ein besonderes Zeichen für das künftige Miteinander war der symbolische Kerzentausch: Jede Pfarre brachte ihr eigenes Licht in die neue Gemeinschaft ein und nahm zugleich das Licht der anderen mit. So wurde die Verbundenheit der drei Pfarren eindrucksvoll sichtbar.
Der Maria Enzersdorfer Pfarrgemeinderat Franz Jedlicka erklärt, dass „rund ein Jahr lang an der Bildung des Pfarrverbandes und der organisatorischen Zusammenführung gearbeitet wurde: Die Strukturen und Zuständigkeiten werden sich nach der nächsten Pfarrgemeinderatswahl im März 2027 verändert müssen“.
Der neue Pfarrgemeinderat wird sich aus fünf Brunnern, drei Maria Enzersdorfern und drei Hinterbrühlern konstituieren. „Wir haben uns schon ein paarmal getroffen und sind in gutem Einvernehmen miteinander“, betont Jedlicka, dass das Teambuilding erfolgreich war. Die Strukturen der einzelnen Gemeinden werden auch weiterhin durch die Ausschüsse abgebildet werden, wo es auch um die Gestaltung der Liturgien geht.
Traditionen bleiben erhalten
Der Verwaltungsvermögensrat wird künftig „gemeinschaftlich denken, obwohl die Finanzen getrennt bleiben, weitere Synergien will Jedlicka suchen, „wo immer sie sich ergeben: Am Pfarrleben wird sich nicht viel ändern, wir werden unsere jeweiligen Traditionen beibehalten“. Was alle eint, sei „die Suche nach engagierten Ehrenamtlichen, die bei der Gestaltung der Messen und der Feste im Jahreskreis mithelfen möchten“.
Für die musikalische Gestaltung sorgten Musikerinnen und Musiker aller drei Pfarren unter der Leitung von Michael Poklop. Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Festgäste zu einer Agape in der Kunigundenzeche der Pfarre Brunn am Gebirge eingeladen, wo gemeinsam auf eine erfolgreiche und segensreiche Zukunft angestoßen wurde.