Montag, 2. November 2026
Verkehr 13.10.2026 · 12:45

Fahrraddemo in Guntramsdorf zeigte Positives und Negatives auf

Infrastrukturgemeinderat David Loretto zeigt Sicherheitsmängel auf Landesstraßen auf.

SPÖ-Gemeinderat David Loretto (re.) beim Start der siebenten Fahrraddemo, die diesmal darauf aufmerksam machte, dass bei Sanierungen von Landesstraßen sichere Radwege gleich mitbedacht werden sollten. Foto: privat

Rund 70 Velofahrer trafen sich vor dem Rathaus zur siebenten Fahrraddemo, um auf verkehrspolitische Anliegen von Radfahrern aufmerksam zu machen. Organisator und Infrastrukturgemeinderat David Loretto, SPÖ, ging es diesmal vorrangig darum, auf die Sicherheit von Zweirädern beim Befahren von Landesstraßen aufmerksam zu machen.

So setzte sich der Tross gemeinsam in Bewegung, um in natura zu erfahren, wie positive und wie negative Lösungen aussehen können. „Bei der Sanierung der Landesstraße zwischen Trumau und Traiskirchen wurde neben der Straße in Richtung Traiskirchen ein Radweg errichtet“, hebt Loretto hervor, dass dies „Bürgermeister Andreas Kollross federführend bewerkstelligt hat: „Auf der zweiten Seite der L 156 gibt es weit und breit keine Ausweichmöglichkeit für Radfahrer. Wir haben bei der Demo gespürt, wie unangenehm das ist. Die uns begleitende Polizei musste die Autos extra anhalten, sonst gab es kein Durchkommen.“

Radweg statt Raserstrecke

Die Landesstraße L 154 zwischen Laxenburg und Münchendorf entpuppte sich bei der Ausfahrt als Negativbeispiel für eine misslungene Instandsetzung. „Diese Straße ist heuer saniert worden, nun können die Autos noch schneller rasen, aber an Sicherheitsmaßnahmen wurde nicht gedacht“, kritisiert Loretto, dass in diesem Fall „einfach ein begleitender Radweg mitkonzipiert und der Straße entlanggezogen hätte werden können.“

Klar ist für Loretto auch, dass beim Ausbau von Radwegen entlang von Landesstraßen der Verkehrslandesrat dringend gefordert ist „an die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf dem Rad zu denken, anstatt breite Straßen zu Raserstrecken auszubauen: Hier wurde eine wichtige Gelegenheit verpasst, Maßnahmen zu setzen, um die zuletzt gestiegene Anzahl von 108 Verkehrstoten und knapp 9.000 Verletzten, allein in Niederösterreich, zu verringern.“