Bergrettung Schottwien warnt vor Risiken im Wanderherbst
Die Bergrettung Schottwien verzeichnete in den Sommermonaten drei Einsätze und damit mehr als im Vorjahr. Landesweit stiegen die Einsatzzahlen um rund 16 Prozent. Für den Wanderherbst raten die Einsatzkräfte zu sorgfältiger Tourenplanung und realistischer Selbsteinschätzung.
Von Juni bis August 2026 rückte die Bergrettung Schottwien drei Mal aus, im Vergleichszeitraum 2025 gab es einen Einsatz. Dabei wurden drei verletzte Personen versorgt. „Die Wege rund um den Eselstein, den 20-Schilling-Blick und dem Sonnwendstein gehören zu den schönsten Wanderzielen unserer Region, verlangen aber auch Aufmerksamkeit“, sagt Ausbildungsleiter Bernhard Graf. Wer seine Tour sorgfältig plane und die eigene Kondition realistisch einschätze, könne viele Notlagen vermeiden.
Landesweit registrierte die Bergrettung Niederösterreich/Wien in einem Zeitraum von 60 Tagen knapp 150 Einsätze nach 124 im Vorjahr. Besonders auffällig war die Zahl unverletzter Personen, die in Bergnot gerieten. Sie stieg von 40 auf 50.
Einsatzbilder werden vielfältiger
„Unsere Einsatzbilder werden vielfältiger“, sagt Landesleiter Karl Weber. Neben klassischen Alpinunfällen beschäftigen die Bergrettung zunehmend Wetterextreme, Mountainbike- und E-Bike-Unfälle sowie Menschen, die unverletzt Hilfe benötigen.
Zu den Einsätzen der Ortsstelle zählte eine Rettungsaktion am Eselsteinwanderweg Ende Juli. Mehrere Wandernde waren im steilen Gelände überfordert, eine Person verletzte sich bei einem Sturz am Knie. Die Betroffenen wurden gesichert und aus dem Gelände begleitet.
Ende August wurde die Bergrettung zum 20-Schilling-Blick gerufen. Nach einem Sturz auf einem Wanderweg erlitt eine Person eine Kopfverletzung und wurde nach der Erstversorgung zur weiteren Behandlung abtransportiert.
Touren auf den Berg realistisch planen
Mit kürzeren Tagen und wechselhaftem Wetter steigen im Herbst die Anforderungen am Berg. Die Bergrettung empfiehlt, Touren hinsichtlich Länge, Schwierigkeit und Kondition realistisch zu planen sowie ausreichend Wasser, passende Kleidung und ein geladenes Mobiltelefon mitzunehmen.
Die Ortsstelle Schottwien zählt derzeit 17 aktive Mitglieder. Im vergangenen Jahr leisteten sie rund 614 Stunden für Einsätze, Übungen, Ausbildung und Bereitschaftsdienste.