Top 10 der Woche: Das sind die bekanntesten Allerheiligen-Traditionen
Es sind Fixpunkte im Kirchenjahr: Am 1. November wird den Heiligen und Seligen der Kirche gedacht, am 2. November wird – mit Gebet oder Friedhofsgang – an die Verstorbenen erinnert. Die NÖN hat Traditionen und Brauchtümer zusammengetragen, die mit beiden Tagen verbunden sind.
10. Gottesdienst
Die heimischen Pfarren begehen Allerheiligen zumeist mit einer Heiligen Messe, einer Andacht oder einer Totengedenkfeier. Im Anschluss besuchen dann viele Gläubige die Gräber ihrer Lieben und entzünden eine Kerze.
9. „Nacht der 1.000 Lichter“
8. Trauercafés
Zwanglos mit anderen Menschen über seine eigene Trauer sprechen und sich austauschen – diese Möglichkeit gibt es in einem Trauercafé. Ein Angebot, das es übrigens nicht nur zu Allerheiligen und Allerseelen gibt. Das Trauercafé St. Pölten ist etwa einmal im Monat geöffnet – das nächste Mal am 25. November im Klubraum im Café des Bildungshauses St. Hippolyt. Dabei anwesend sind Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter des Mobilien Hospizdienstes der Caritas.
7. „Holywins-Fest“
Wie die „Nacht der 1.000 Lichter“ findet „Holywins“ am Abend des 31. Oktober statt. Kinder verkleiden sich statt als Hexen und Gespenster (wie zu Halloween) als Heilige und Selige. Ein solches „Holywins“-Fest findet am 31. Oktober zwischen 17 und 20 Uhr etwa in Wiener Neustadt statt.
6. Kranzniederlegungen
Gedacht wird zu Allerheiligen auch den in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten – so finden in vielen Gemeinden etwa Feiern oder Kranzniederlegungen vor Denkmälern statt. Organisiert wird dies oftmals vom örtlichen Kameradschaftsbund.
5. Gedanken über die Endlichkeit
Zu Allerheiligen und Allerseelen ist der Tod omnipräsent. Dementsprechend machen sich viele Menschen dabei Gedanken über die eigene Endlichkeit. Umfragen zufolge machen sich rund drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher Gedanken über das eigene Ableben, wobei Frauen dies intensiver tun als Männer.
4. Trauerräume
Vor allem wenn der Tod eines geliebten Menschen erst kurze Zeit zurückliegt, können Allerheiligen und Allerseelen für Menschen besonders schmerzhaft sein. An verschiedenen Orten in Niederösterreich gibt es daher Trauerräume, in denen etwa mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern gesprochen werden kann. Jede und jeder kann dieses kostenlose Angebot nutzen – ohne Voranmeldung. Solche Trauerräume gibt es etwa in Retz, Mistelbach, Schwechat oder Maria Enzersdorf.
3. „Godltag“
Wenngleich der „Godltag“ (oder „Godntag“) vorwiegend in Oberösterreich begangen wird: Die Patinnen und Paten spielen zu Allerheiligen auch in Niederösterreich eine Rolle, wird doch etwa der Striezel zumeist von ihnen übergeben. Übrigens geht das auch umgekehrt: In manchen Regionen ist laut Diözese Linz auch das Beschenken der Patinnen und Paten üblich...
2. Der Allerheiligen-Striezel
Es gibt aber auch eine kulinarische Tradition zu Allerheiligen: jene des Allerheiligenstriezels. Die geflochtenen und mit Zucker bestreuten Germzöpfe kennt man ja vor allem vom Osterfest – doch auch zu Allerheiligen wird der Striezel gerne verschenkt. In vielen Familien etwa von der Firmepatin oder dem Firmenpaten. Ganz anders eine Tradition aus dem Burgenland: Junge Männer kauften ihren „Angebetenen“ einen „Verehrerstriezel“, um ihn am Vorabend zu Allerheiligen zu übergeben.
1. Besuch der Gräber
Rund um Allerheiligen und Allerseelen gilt der Friedhof als zentraler Ort. Viele Menschen schmücken die Gräber ihrer Lieben mit Gestecken, Kränzen oder bepflanzten Schalen, auch Grablichter – das „Ewige Licht“ gilt als Symbol für die Gegenwart Gottes – werden entzündet. Im Rahmen eines Umgangs segnet ein Priester oder ein Diakon die Gräber.