Montag, 2. November 2026
ATSV Sparta McDonald's Deutsch-Wagram 30.10.2026 · 11:30

Tormannmisere: Der „Dreier“ aus Kärnten musste zwischen die Pfosten

Der Kärntner Stefan Petautschnig half gegen Großebersdorf im Finish im Deutsch-Wagramer Tor aus und packte auch nach dem Spiel noch kräftig an. Foto: David Aichinger

Deutsch-Wagram griff gegen Großebersdorf im Finish auf Stefan Petautschnig (34) zurück, von Trainer Christopher Petermann gab's hinterher Lob. In den letzten zwei Runden, in denen es noch um die Winterkrone geht, sollte „Zweier“ Mario Vogl aber wieder mitmachen können.

Für die Sparta Deutsch-Wagram läuft die Hinrunde in der Gebietsliga weiterhin hervorragend. Einzige Ausnahme ist wohl die Torhüter-Position. Da fällt ja schon Youngster Alexander Dürbeck, der Langzeit-Goalie Mario Vogl im Lauf der Saison als Nummer eins ablösen sollte, seit Mitte September mit einem Kreuzbandriss aus. So machte es doch wieder Vogl selbst, der aber auch schon zweimal w.o. geben musste: gegen Ladendorf landete er eine Viertelstunde vor Schluss ungut auf der Hüfte, und am Freitag gegen Großebersdorf traf ihn ein Gegner mit den Stollen im Brustbereich.

Beide Male musste also der dritte Keeper einspringen, dessen Namen man im Weinviertel noch nicht wirklich kennt: Stefan Petautschnig. Der 34-Jährige stammt aus Kärnten und spielte dort viele Jahre in der Landesliga, ehe er im Sommer aus beruflichen Gründen nach Wien übersiedelte und mit Deutsch-Wagram eine neue, fußballerische Heimat fand.

„Er war gleich unter Dauerbeschuss“

Gegen Ladendorf hielt Petautschnig seinen Kasten sauber, im Topspiel am Freitag kassierte er noch das 1:1 zum Endstand. Machen konnte er dabei allerdings nichts, fand Trainer Christopher Petermann, der deshalb auch Lob verteilte: „Es war keine leiwande Situation, um ins Spiel zu kommen. Es war kalt, Großebersdorf hat gerade das Kommando übernommen - also er war gleich unter Dauerbeschuss. Aber er hat es gut gemacht, das zeugt von Charakter.“

Generell sei man froh, den Kärntner in seinen Reihen zu haben, sagt der Coach: „Er ist eine ganz coole Socke, ein richtiger Bursch, auch sehr sympathisch und sehr gut integriert. Für uns ist das auch ganz wichtig, dass wir so einen Ersatzmann haben.“

Gute Nachrichten aus dem Spital

Dennoch atmeten in Deutsch-Wagram auch alle auf, als nach dem Spitalsbesuch von Mario Vogl gute Nachrichten kamen. „Glücklicherweise ist es lediglich eine Prellung. Es war halt einfach blöd, dass mich der Gegner direkt am Solarplexus erwischt hat und mir dadurch die Luft weggeblieben ist“, schildert der 40-Jährige. Sein Wochenende sei „noch von Schmerzen geprägt“ gewesen, jetzt meldete er sich aber für die letzten zwei Spiele der Hinrunde, in denen es noch um die Herbstmeisterschaft geht, fit. Mit Augenzwinkern: „Danach kann sich mein junger Körper erholen.“

Apropos jung und erholen: auch bei Alexander Dürbeck geht es aufwärts. Die nötige Operation hat der 17-Jährige schon hinter sich, erste Übungen am Platz hat er auch schon absolviert. „Die Heilungsphase ist auf Plan“, verrät Trainer Petermann, der aber trotzdem noch mit einer langen Pause rechnet: „Wir hoffen, dass er spätestens im Sommer wieder übernehmen kann.“

Gegen Großebersdorf schlich Mario Vogl nach einem Zusammenstoß mit Schmerzen im Brustbereich vom Feld. Foto: David Aichinger