Zwettls stolze Heimserie ist gerissen
Nach sechs Heimsiegen und zwei Unentschieden in Serie musste sich der SC Zwettl auf eigener Anlage erstmals seit Anfang Mai wieder geschlagen geben. Ebreichsdorf nutzte die Fehler der Hausherren eiskalt aus.
Seit dem 2. Mai, als die Zwettler gegen Korneuburg eine 1:3-Niederlage kassiert hatten, war der SC auf der eigenen Anlage in Edelhof ungeschlagen geblieben. Sechs Siege und zwei Unentschieden standen seither zu Buche. Nun setzte es mit dem 0:5 gegen Ebreichsdorf allerdings einen empfindlichen Rückschlag.
Dabei hatte die Tabellenkonstellation im Vorfeld ein Duell auf Augenhöhe erwarten lassen: Zwettl hielt bei 15 Punkten, Ebreichsdorf bei 18. Auf dem Platz war davon jedoch wenig zu sehen. Die Gäste präsentierten sich effizient, bestraften die Fehler der Hausherren konsequent und stellten mit schnellem Umschaltspiel früh die Weichen auf Sieg. Aufseiten der Zwettler schlichen sich teilweise haarsträubende Fehler ein, die Ebreichsdorf dankend annahm.
Ausfälle wiegen schwer
Dass die Waldviertler einige Stammkräfte vorgeben mussten, machte die Aufgabe nicht einfacher. Für Obmann Martin Grünstäudl ist das allerdings nur ein Teil der Erklärung. „Auch Ebreichsdorf hatte Ausfälle – aber die haben dann Leute mit Regionalliga-Qualität als Ersatz und stecken das besser weg“, analysierte er.
Die Niederlage schmerzt damit nicht nur aufgrund ihrer Deutlichkeit, sondern auch, weil eine bemerkenswerte Serie zu Ende ging. Schon vor dem jüngsten Erfolgslauf hatte sich Zwettl auf heimischem Boden stark präsentiert und war ebenfalls rund ein halbes Jahr ungeschlagen geblieben. In diese Phase fiel allerdings auch die längere Winterpause. Die bis dato drittletzte Heimniederlage datierte vom 7. November 2025 – und auch damals hieß der Gegner Ebreichsdorf. Das Ergebnis fiel mit 0:4 ebenfalls deutlich aus.
„Jetzt können wir eine neue Serie starten“
Dass die beeindruckende Heimserie nun Geschichte ist, will Grünstäudl nicht überbewerten. „Natürlich ist es schade, dass diese Serie jetzt gerissen ist. Aber wir können jetzt ja eine neue Serie starten“, blickt der Obmann bereits wieder nach vorne.
Zunächst wartet auf die Zwettler auswärts die schwierige Aufgabe in Ortmann. Grünstäudl sieht dem Duell auch abseits des Sportlichen positiv entgegen: „Darauf freue ich mich schon – sie haben ein neues Vereinsgebäude, wir verstehen uns gut mit ihnen.“
Sportlich wird die Begegnung dennoch zur Herausforderung. Trainer Philipp Riederer warnt vor den Qualitäten des Gegners: „Sie sind defensiv sehr solide, spielen einen einfachen, geradlinigen Fußball, der sie gefährlich macht.“ Immerhin darf der Zwettler Coach wieder auf zusätzliche Optionen hoffen. Marek Szotkowski, Oliver Tarko und Gregor Schmidt kehren zurück.