SKN war wieder besser und gewann wieder nicht
Nächster Dämpfer für die Wölfe: Die Sekerlioglu-Elf dominierte in Kapfenberg über die gesamte Spielzeit, musste sich aber trotzdem mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Hinten fing sich der SKN ein Tor wie eine (schlechte) Schülerliga-Mannschaft, vorne mangelte es wieder an Kreativität und Durchschlagskraft. Dem eingewechselten Gabriel Jesus David gelang wenigstens noch der Ausgleich.
Kapfenberger SV - SKN St. Pölten 1:1. Die erste Halbzeit in Kapfenberg war so etwas wie die Blaupause der aktuellen SKN-Saison. Vorweg: Die St. Pöltner gingen mit einem 0:1-Rückstand in die Pause. Wie das überhaupt möglich war, ist kaum zu glauben.Der SKN spielte 45 Minuten lang absolut dominanten Fußball. Und auch, wenn Lukas Gabbichler (6. Minute), Marek Kolodziejczyk (22., ans Lattenkreuz), Luis Hartwig (23.) und Timo Altersberger (32.) durchaus Topchancen vorfanden und ausließen, hätten die St. Pöltner viel mehr gefährliche Offensivmomente kreieren müssen. Bis zum Kapfenberger Strafraum fanden die Wölfe gute Lösungen, dann hauptsächlich schlechte.
Gegentreffer aus der Geisterbahn
St. Pölten schoss aber nicht nur kein Tor, sondern kassierte sogar eines. Und das Wie war abenteuerlich. Nach einem Eckball in der 13. Minute vergaß der SKN auf den am Strafraum postierten Marcel Stöger, der völlig unbehelligt sich den Ball herrichten und ins lange Eck schlenzen konnte. Kapfenberg führte also zur Pause und wusste gar nicht recht, warum?
Joker Jesus trifft zum Ausgleich
Zumindest ergebnistechnisch bekamen es die St. Pöltner in der zweiten Halbzeit noch gerichtet, wenn auch nur teilweise. In der 56. Minute war nach einer Kolodziejczyk-Ecke und anschließender Kopfballvorlage von Alexandar Borkovic der eingewechselte Gabriel Jesus David zur Stelle und nickte zum Ausgleich ein.
Zum Sieg reichte es nicht mehr, weil die klaren Momente im Angriffsdrittel noch deutlicher fehlten als vor der Pause. Leo Krasniqi traf zwar noch aus der Distanz die Außenstange, viel mehr Gefährliches kam vom SKN aber nicht mehr.
Beinahe hätte Kapfenberg-Torschütze Stöger in der 69. Minute nach einem Konter doppelt zugeschlagen, Sondre Skogen grätschte ihn aber im letzten Moment ab. Es blieb beim 1:1, und der SKN schaffte es einmal mehr nicht, als bessere Mannschaft zu gewinnen.
Statistik
KAPFENBERGER SV – SKN ST. PÖLTEN 1:1 (1:0).Torfolge: 1:0 (13.) Stöger, 1:1 (56.) David.Gelbe Karten: Heuser (50., Foul), Miskovic (77., Foul), Stöger (88., Foul); Borkovic (52., Foul).Kapfenberg: Colic; Ojukwu, Thaqi, Bagrationi; Stöger, Zlibanovic (82. Sokcevic), Heuser (59. Stauder), Miskovic, Maier; Potnar (90. Weissenbacher), Rostas (59. Marinovic).St. Pölten: Knett; Szerencsi, Skogen, Borkovic; Altersberger (46. Amoah), Stendera, Krasniqi, Mane; Gabbichler (60. Wanner), Kolodziejczyk (82. Rupp); Hartwig (46. David).Kapfenberg, SR Baumann.