Amstettner Aufschwung auf dem Derbyprüfstand
Die SKU Amateure wollen in Ybbs an den Sieg gegen Retz anschließen. Der ASK muss zu seiner Stabilität zurückfinden.
Der 2:0-Heimsieg gegen Retz war mehr als nur ein wichtiger Dreier im Abstiegskampf. Für die jungen Juniors des SKU Amstetten war es der nächste Beweis dafür, dass die Mannschaft in der 1. Landesliga endgültig angekommen ist.
Dabei musste Trainer Gernot Krimberger mit Jonas Ablinger und Maximilian Oberwinkler gleich auf zwei wichtige Stützen verzichten. Doch die personellen Ausfälle konnten kompensiert werden. „Die Mannschaft hat sich jetzt gefunden“, zeigte sich Krimberger nach dem Erfolg überzeugt.
Schon vor dem Duell mit Retz hatte der Trainer ein gutes Gefühl. Dieses bestätigte sich auf dem Platz eindrucksvoll. Die Juniors präsentierten sich kompakt, laufstark und vor allem als geschlossene Einheit. Der Erfolg gegen Retz soll nun zusätzlichen Schwung für die nächste Aufgabe bringen. Am Wochenende wartet mit Ybbs die nächste Herausforderung. Krimberger reist jedenfalls mit Zuversicht an die Donau. „Wenn wir so auftreten wie zuletzt, sind auch Punkte in Ybbs möglich“, sagt der Coach.
Niemand spielt gerne gegen Amstetten
Trotz der weiterhin angespannten Situation im Tabellenkeller hat sich das Gesicht der Mannschaft verändert. Die jungen Amstettner wirken gefestigt und unangenehm zu bespielen. Krimberger findet dafür klare Worte: „Wir sind ein Gegner, den sich kein Verein wünscht. Wir nehmen nicht viele Zuschauer mit, spielen unangenehm und laufen bis zum Umfallen.“
Genau diese Mentalität soll den Juniors nun auch im Abstiegskampf weiterhelfen. Der Sieg gegen Retz könnte sich dabei noch als wichtiger Wendepunkt erweisen.
„Wir stellen uns auf ein intensives Spiel ein“
Die Ybbser zeigen sich gewarnt – eine Woche nach den SKU-Amateuren empfängt der ASK die SKN St. Pölten Juniors. „Wir spielen jetzt gegen zwei Juniorsmannschaften. Sie sind jung und dynamisch, da müssen wir dagegenhalten. Wir stellen uns auf ein intensives Spiel ein“, sagt Trainer Hans-Jürgen Moser.
Zumal Ybbs im Gegensatz zu Amstetten zuletzt eine Niederlage hinnehmen musste. Das 0:4 im Spitzenspiel bei Hohenau stach wegen der Anzahl der Gegentore heraus: In den elf Spielen davor erhielt der ASK nur neun Gegentore, nun vier in einer Partie. „Es schaut bitter aus auf dem Papier, aber wir können es einordnen“, sagt Moser. Gelegen habe es vor allem daran, dass die Mannschaft zu wenig im Verbund verteidigte und unterm Strich zu wenig Intensität zeigte, den starken Hohenauern oft nur Begleitschutz bot.
Moser erwartet, dass die Amstettner mit Selbstvertrauen kommen. „Aber wir wissen, was wir daheim im Stande sind zu leisten.“ Von den sechs bisherigen Heimspielen diese Saison hat Ybbs vier gewonnen und einmal remisiert. Matthias und Dominik Aigner könnten ihr Comeback geben. Anpfiff am Samstag in der Wüsterstrom-Arena ist um 14 Uhr.