Nach Röschitz-Remis: Irnfritz ist vorzeitig Herbstmeister
Verfolger Röschitz legte in Weitersfeld eine Aufholjagd hin und holte nach einem 0:2-Rückstand noch ein Unentschieden. Spitzenreiter Irnfritz machte gegen Geras aber seine Hausaufgaben und bejubelte nach einem klaren 5:0-Erfolg den Herbstmeistertitel.
Weitersfeld - SG Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf 2:2. Die einzige Freitagspartie hatte ordentliche Brisanz, schließlich empfing der Dritte den Zweiten. Und zunächst sah alles danach aus, als könnten die Heimischen ihre Unbesiegt-Serie fortsetzen: Der 15-jährige Maximilian Bauer brachte Weitersfeld mit seinem Premierentreffer in Führung, und nach einem Standard fiel per Eigentor von Thomas Winter sogar das 2:0. In der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt aber: Markus Quirtner verkürzte schon kurz nach Wiederanpfiff, und Winter besorgte per Abstauber in der Schlussphase das 2:2."Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten, das X war leistungsgerecht, und beide Mannschaften hatten eine gute Hälfte. Aber wenn du 2:0 führst, willst du gewinnen“, blieb Weitersfelds Sportlicher Leiter Martin Reinthaler ehrlich. Ähnlich resümierte auch Röschitz-Funktionär Patrick Robl: „In der ersten Hälfte waren sie besser und wir haben ein bisschen geschlafen, die zweite Hälfte hat komplett uns gehört. Das Match hätte keinen Sieger verdient gehabt.“
Mallersbach - Japons 3:1. Zunächst hatten die Gäste die besseren Chancen: Roman Divis ließ sich zweimal, als Goalie Christian Reiss bereits überspielt war, zu viel Zeit. Das rächte sich in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit: Philipp Parth versenkte die Kugel zum 1:0 ins lange Eck, Ondrej Kubik legte per Kopfball nach. Und nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff gab es für Japons die nächste kalte Dusche. Nach dem Anstoß wurde der Ball rasch verloren, und Adam Prudik erzielte das 3:0. Nach dem 3:1 von Jakub Göth kamen die Gäste öfter nach vorne, doch es folgten keine weiteren Tore.„Bis zur Pause war es ein richtiger Schlagabtausch. In der zweiten Hälfte war Japons bis zum 3:1 eher harmlos, dann haben sie ein bisschen mehr gedrückt. Das 3:0 war der Knackpunkt, und das Glück war auch auf unserer Seite“, fand Reiss. Japons-Coach Andreas Wallner war bedient: „Insgesamt waren wir viermal allein vor ihrem Torwart und haben keine Chance davon gemacht, da kann dann nichts rausschauen. Ansonsten kann ich dem Team nichts vorwerfen, wir haben guten Fußball gespielt.“
Später Doppelschlag kostete Sigmundsherberg einen Zähler
SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf - SG Burgschleinitz/Straning 0:2. Die Heimischen hatten dank Jakub Bastyr früh die erste Großchance, danach waren die Gäste gefährlicher. Allerdings sah es lange nach dem siebten Unentschieden im zwölften Spiel für Burgschleinitz aus. Die Erlösung gab es erst in Minute 82: Nach einer Ecke landete der Ball an der Latte und ging über den Rücken von Verteidiger Dominik Pfeifer über die Linie.Jan Benes sorgte in der Nachspielzeit mit einem Schuss von der Mittellinie ins leere Tor für die Entscheidung. „Die Niederlage geht in Ordnung, aber ein X wäre schon drinnen gewesen“, fand Sigmundsherberg-Sektionsleiter Markus Koch.
Irnfritz - Geras 5:0. Vor über 200 Fans - und in dem Wissen, dass ein Sieg zum Herbstmeister reicht - ging Irnfritz in das kleine Derby gegen Geras. Die erste Hälfte des Tabellenführers war eigentlich wenig überzeugend, kurz vor der Pause fiel aber doch noch das 1:0: Nach einer Flanke überwand Verteidiger Lorenz Schleinzer den zuvor eingewechselten, eigenen Goalie Maximilian Haller.Irnfritz kam danach stark aus der Kabine und machte bis zur 62. Minute mit Toren von Michael Winkler (Doppelpack) und Lukas Speneder alles klar. Den Schlusspunkt setzte Christof Rauscher nach einer Ecke. „In der Pause war ich nicht ganz zufrieden, aber in der zweiten Hälfte waren wir aggressiver und haben sehr viele Chancen kreiert. Geras war, auch aufgrund der vielen Ausfälle, nicht in der Lage, uns wehzutun. Unsere individuelle Qualität hat sich klar durchgesetzt“, meinte Irnfritz-Coach Peter Bauer.
Lochner wurde mit seinem Premierentor zum Last-Minute-Helden
Kühnring - Drosendorf 2:1. Kühnring ging dank eines - für Drosendorf abseitsverdächtigen - Tores von Vojtech Suchomel früh in Führung. Bis zur Pause gab es auf beiden Seiten noch einmal Elfmeteralarm, das 1:0 ging aber durchaus in Ordnung. Drosendorfs Lukas Spitaler kam dann in Minute 51 bei einem Foul mit Gelb laut den Heimischen gut davon, Coach Robert Wenninger sprach von einem Torraub. In der Schlussviertelstunde bejubelten die Gäste zunächst durch Joker Daniel Cerny den Ausgleich, nach einer Ecke erzielte Maximilian Lochner in der 90. Minute aber noch das 2:1 für Kühnring.„Das Spiel war recht ausgeglichen. Nach dem 1:1 haben wir nochmal alles probiert, und endlich war das Glück auf unserer Seite“, meinte Wenninger, der sich besonders mit Lochner über sein Premierentor in der KM freute. Drosendorfs kickender Funktionär Tobias Poindl war bedient: „In der ersten Hälfte war Kühnring stärker, in der zweiten Hälfte sind sie ein bisschen eingebrochen und wir waren nach dem 1:1 eigentlich am Drücker. Und dann bist du bei einer Ecke unaufmerksam und kriegst noch das Tor.“
Pulkau machte gegen bemühte Brunner das halbe Dutzend voll
Pulkau - Brunn/Wild 6:2. Pulkau fuhr den erwarteten klaren Sieg gegen das Schlusslicht ein und ging bereits in der fünften Minute dank Erik Bolla in Führung. Das 2:0 von Matej Soska fiel durch einen abgefälschten Schuss, kurz vor der Pause profitierten Michael Schwab und Bolla auch noch von schweren Fehlern im Spielaufbau bei Grün-Weiß. Nach dem Wiederanpfiff schaltete Pulkau einen Gang zurück. So gelang Brunn nach den Toren von Benjamin Dafert und Mario Mattes durch David Brtnicky und Lukas Gaisfuss jeweils eine prompte Antwort.„Wir waren ständig überlegen und haben auch in der Höhe zurecht gewonnen. Aber Brunn ist vom Spielerischen her nicht schlecht. Wenn die so beieinanderbleiben, sind sie in der nächsten Saison gefährlicher“, vermutete Pulkau-Obmann Robert Hahn. Auch Brunns Sportlicher Leiter Norbert Stummer wollte seine Jungs nicht zu sehr kritisieren: „Um den Gegner zu ärgern, müssten wir einen absolut perfekten Tag haben, und den haben wir nicht gehabt. Trotzdem war das Team bemüht und hat in der zweiten Hälfte 2:2 gespielt.“ Positiv: Fünf Starter waren unter 20, zwei sogar erst 15 Jahre alt.
Langau - Pleissing/Waschbach 3:2. Beim offiziellen Abschiedsspiel der Langauer Langzeit-Legionäre David und Milan Biedrava ging es ordentlich zur Sache. Nemanja Radojevic brachte die Gäste mit einem Traumtor ins Kreuzeck in Führung, kurz nach Wiederanpfiff drehten die Heimischen dank der beiden Biedravas die Partie. Per Elfmeter von Milos Andrejic erzielte Pleissing das 2:2, Rudolf Ziegler bejubelte nach einem Gestocher das Goldtor für Langau. In der Nachspielzeit wurde es unschön: Beim Gelb-Rot-Foul von Michal Rysavy verletzte sich der Pleissinger Lukas Weitschacher schwer an der Schulter.„Es war ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für uns. Wir haben das Glück auf unserer Seite gehabt“, meinte Langau-Obmann Dietmar Haller. Sein Pleissinger Amtskollege Karl Mischling war bedient: „Wir waren eigentlich besser im Spiel, umso bitterer ist die Niederlage. Langau war aus dem Spiel heraus nicht wirklich gefährlich, aber wir sind immer wieder in die Konter gelaufen und haben so die Tore gekriegt.“ Mit Weitschacher und Marcel Brucker beklagt man nach der späten Niederlage nun auch zwei weitere Verletzte.