Montag, 2. November 2026
Runden-Zusammenfassung vor 9 Stunden

„Süd“ und Obersiebenbrunn gewannen die Top-Spiele knapp

Obersiebenbrunn (in Weiß) feierte einen Last-Minute-Sieg in Strasshof. Foto: Anja Haller

Gänserndorf-Süd gewann 3:2 gegen Markgrafneusiedl und geht damit als Erster ins Endspiel um die Winterkrone gegen Groß-Schweinbarth. Der Dritte Obersiebenbrunn bleibt nach einem Last-Minute-Sieg in Strasshof bis auf drei Punkte an der Tabellenspitze dran.

Gänserndorf - Obersdorf 3:2. Seit der Einführung des Online-Systems 2007 konnte Obersdorf in Gänserndorf nicht gewinnen. Das änderte sich auch am Samstag nicht. Dominik Garic brachte den Außenseiter kurz vor dem Pausenpfiff in Führung, Julian Bellak und Michel Amon legten in der zweiten Hälfte nach. Obersdorf verkürzte in der 69. Minute durch Florian Jagitsch und kam durch Matthias Muhr (82.) noch einmal auf 3:2 heran, richtig gefährlich kam man danach aber nicht mehr vor das gegnerische Tor.

„Die Leistung war sehr gut, die Burschen haben es fast über 90 Minuten auf den Platz gebracht. Ich bin stolz, wir haben verdient gewonnen“, freute sich Gänserndorfs Interimscoach Domenik Reichel. Nach dem Ende der vier Spiele andauernden Siegesserie war Obersdorf-Trainer Paul Mikulanec bedient: „Das war nicht zu vergleichen mit der Vorwoche, als wären das zwei verschiedene Mannschaften gewesen. Deswegen sind wir in der Tabelle dort, wo wir stehen.“

Ollersdorf - Angern 7:0. Das Derby, bei dem es auch um die Rote Laterne ging, endete mit einer historischen Klatsche für die ersatzgeschwächten Angerner. Johannes Weinwurm, Jan Dolnik mit einem Freistoß und Teofil Palka per Doppelpack sorgten bereits nach einer halben Stunde für einen 4:0-Vorsprung der Ollersdorfer. In der zweiten Hälfte folgten zwei weitere Tore von Palka und noch eines von Dolnik, jeweils nach schweren Fehlern in der Angerner Defensive.

Seit der Einführung des Online-Systems hatte Ollersdorf gegen den Rivalen nie höher gewonnen. Dementsprechend geknickt war FCA-Coach Christian Ratschka: „Wir waren in allen Belangen schwächer, ich hätte mir schon erwartet, dass wir ein bisschen Schaum vor dem Mund haben. Aber wir haben es nicht ansatzweise auf den Platz gebracht. Ich bin schon enttäuscht darüber, dass wir sieben Tore kriegen.“ „Wir waren in Derbystimmung und gieriger als der Gegner. Dazu haben wir endlich die Tore gemacht, die wir rausgespielt haben“, freute sich SCO-Coach Rene Knopp.

0:6 gegen Groß-Schweinbarth: Erste Klatsche für Untersiebenbrunn

Fortuna Untersiebenbrunn - Groß-Schweinbarth 0:6. Zum ersten Mal in dieser Saison geriet die Fortuna ordentlich unter die Räder. Dabei arbeitete man in der ersten Hälfte noch relativ gut gegen den Ball, kassierte aber kurz vor der Pause das 0:1 durch einen Weitschuss von Stefan Krickl. Nach dem Wiederanpfiff leistete Untersiebenbrunn nur noch wenig Gegenwehr. Rene Stejskal erzielte rasch das 0:2, Igor Bosnjak legte per Freistoß nach. Michael Loibl und Krickl mit zwei weiteren Treffern machten in der Schlussphase den Auswärtssieg deutlich.

„Es war von Anfang an eine klare Sache, und der Sieg war auch in der Höhe verdient. Wir haben noch viele Chancen vergeben“, meinte Groß-Schweinbarths Sektionsleiter Lukas Widhalm. Untersiebenbrunn-Spielertrainer Mario Orsolic war bedient: „In der zweiten Hälfte war es deutlich zu wenig, da wir dem Gegner viel zu viele Räume gegeben haben und nach vorne so gut wie gar keine Entlastung hatten. Und die letzten drei Gegentore waren völlig unnötig, da haben viele schon abgeschaltet. Es reicht nicht, dass du nur eine Halbzeit gut spielst.“

Strasshof - Obersiebenbrunn 1:2. Beide Teams benötigten einen Sieg, um in der Tabelle an Gänserndorf-Süd und Groß-Schweinbarth dranzubleiben. Den besseren Start erwischte Strasshof: Stephan Hlinka wurde im Sechzehner gefoult, Christoph Statzberger verwandelte den Elfmeter zum 1:0. Obersiebenbrunn traf vor der Pause noch die Stange und profitierte davon, dass sich Gegenspieler Milos Glisic zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und dafür Rot bekam. Luka Dimitrijevic glich nach einer Flanke in der 69. Minute aus, Strasshof hatte aber auch im Konter immer wieder gute Chancen.

Der Lucky Punch gelang den Gästen: Dimitrijevic erzielte in der Nachspielzeit das 1:2. „Eigentlich hat Obersiebenbrunn trotz Überzahl keine einzige Torchance richtig herausgespielt. Es war daher ein sehr glücklicher Sieg, unsere Leistung war gut, doch sie wurde nicht belohnt“, fand Strasshof-Coach Roman Hlinka. Trainerkollege Matthias Gagula empfand das nicht so: „Der Sieg war absolut verdient, wir haben über 90 Minuten mehr fürs Spiel getan. Es war eine Kampfleistung, wir sind über die Schmerzgrenze gegangen und haben uns belohnt.“

Breitensee verliert überraschend trotz 1:0-Führung in Weikendorf

Gänserndorf-Süd - Markgrafneusiedl 3:2. Der Tabellenführer empfing den Vierten und schien zunächst nichts anbrennen zu lassen: Antonio Sucic, Benjamin Pranjic und Antonio Mlakic sorgten für eine 3:0-Führung von Gänserndorf-Süd nach lediglich 17 Minuten. Danach fingen sich die Gäste aber und kamen auch noch zu guten Chancen. Kurz nach dem Wiederanpfiff verkürzte Björn Lundborg auf 3:1 und nach einem 45-Meter-Heber von Süleyman Altintas durfte Markgrafneusiedl auf die Vollendung der Aufholjagd hoffen. Am Ende brachte Gänserndorf-Süd den knappen Vorsprung aber über die Zeit.

„Nach dem 3:0 haben wir etwas nachgelassen, und Markgrafneusiedl hatte auch ein paar gute Chancen. Aber der Sieg war auf jeden Fall verdient“, fand Gänserndorf-Süd-Coach Dino Hodzic. Trainerkollege Richard Petrik meinte: „Die ersten 25 Minuten waren ein Totalausfall, da haben wir das Spiel verloren. Danach waren wir voll in der Partie, und es hätte in beide Richtungen gehen können. 'Süd' hatte das glücklichere Ende. Vielleicht hätten wir uns mehr verdient gehabt, aber der Gegner war kaltschnäuziger.“

Weikendorf - Breitensee 2:1. Mit einem überraschenden Sieg gegen ersatzgeschwächte Breitenseer gelang Weikendorf ein halbwegs versöhnlicher Abschluss der Hinrunde. Blau-Gelb ging zwar durch Mario Marko in Führung, ließ dann aber nach und fing sich per direkter Ecke von Samuel Soltane mit dem Pausenpfiff den Ausgleich. Und kaum hatte die zweite Hälfte begonnen, erzielte Valentin Kowatschitsch das 2:1 für Weikendorf. Grün-Weiß war danach im Konter immer wieder gefährlich und ließ wenig zu, außerdem kassierte Breitensee noch eine Gelb-Rote Karte gegen Matthias Schuster (Foul).

„Die Leistung war spielerisch gut, und wir haben auch nach dem 0:1 Gas gegeben. Wir hatten die besseren Chancen und haben verdient gewonnen“, freute sich Weikendorf-Spielertrainer Andreas Scherzer. SCB-Coach Florian Maywald war verärgert: „Wir sind offensiv nicht zur Geltung gekommen und haben hinten katastrophale Fehler gemacht. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, aber nach dem 1:0 haben wir mit dem Fußballspielen aufgehört, und Weikendorf hat um jeden Meter gerauft. Vielleicht sollte man unseren Spielern erklären, dass ein Match nicht nach dem 1:0 vorbei ist.“