Montag, 2. November 2026
SG Ottenschlag/Sallingberg vor 8 Stunden

Siegloser Herbst: Ottenschlag geht mit 0:9-Klatsche in die Winterpause

Philipp Hammerl und Co. gingen in Leiben sang- und klanglos unter. Foto: Michael Bouda

In Leiben geriet die Spielgemeinschaft in Hälfte zwei unter die Räder. Ohne Sieg und mit 54 Gegentoren in zwölf Spielen endete die Hinrunde für Ottenschlag/Sallingberg, das trotz der schwierigen Zeiten noch nicht ans Zusperren denkt.

Leiben zeigte im Heimspiel gegen Ottenschlag/Sallingberg keine Gnade. Der Tabellenzweite feierte vor allem in Hälfte zwei ein Schützenfest und fegte die Spielgemeinschaft mit 9:0 vom Platz. Es war das letzte Spiel des Tabellenschlusslichts in diesem Jahr. In der letzten Runde hat Ottenschlag/Sallingberg spielfrei.

Für den Sportlichen Leiter, Günter Öhlzelt, war der Auftritt in Hälfte eins dabei gar nicht schlecht: „Es hätte auch 3:3 stehen können. Leiben war von der Spielanlage und Taktik her jedoch die beste Mannschaft in diesem Herbst gegen uns. Ein 0:9 ist aber natürlich bitter.“ In der 67. Minute sah auch noch Markus Lechner für eine Tätlichkeit nach einer Rangelei die rote Karte. 54 Gegentreffer kassierte Ottenschlag/Sallingberg in zwölf Spielen, das sind 4,5 pro Partie. Mit 18 Treffern befände sich die Spielgemeinschaft offensiv sogar im Mittelfeld.

Schwache Trainingsbeteiligung als Mitgrund für Misere

Gegen Lichtenau und Kirchschlag spielten die Waldviertler jeweils Unentschieden, ansonsten setzte es zehn Niederlagen. Für Öhlzelt hat das schwache Abschneiden mehrere Gründe: „Es ist schon etwas komisch. Die ersten Runden waren okay, danach sind wir in eine Abwärtsspirale geraten. Die Trainingsbeteiligung ist generell nicht hoch, das wirkt sich auf die Kraft mancher Spieler aus. Einige Runden war unser Kader auch ziemlich dünn aufgestellt.“

Obwohl Ottenschlag/Sallingberg in dieser Saison ohne Reservemannschaft spielt, kämpfen die Waldviertler mit großen Personalproblemen. Der 53-jährige Öhlzelt, der früher eigentlich Tormann war, musste selbst schon auf dem Feld aushelfen. Auch sein Sohn Patrick Öhlzelt, Trainer der Spielgemeinschaft, stand im Herbst auf dem Rasen. Günter Öhlzelt kündigte an, dass sich in der Winterpause bei den Legionären etwas verändern könnte. Außerdem schaut er sich nach jungen Verstärkungen für die Kaderbreite um, was sich allerdings äußerst schwierig gestaltet: „Jemanden zu überzeugen, zum letzten in der 2. Klasse zu wechseln, ist nicht einfach.“

Günter Öhlzelt: „Ohne Reserve hat ein Verein ein Ablaufdatum“

Trotz der argen Personalprobleme und sportlichen Misere denken Öhlzelt und Co. noch nicht an einen Rückzug der Kampfmannschaft. Zumindest bis zum Sommer wird es noch weitergehen: „Wir werden uns zusammensetzen und alles besprechen. Ich bin der letzte Pessimist, denke immer optimistisch, aber es ist natürlich mühsam. Ohne Reserve hat ein Verein nun mal ein Ablaufdatum, die meisten in der Kampfmannschaft sind auch über 30. Aktuell ist ein Rückzug aber noch kein Thema, da müsste schon viel passieren.“