Spät, aber doch: Schlusslicht Gaweinstal holt die ersten Punkte
Nachdem zuvor alle elf Spiele verloren wurden, hat Gaweinstal gegen Spannberg den Bann gebrochen. Der erste Saisonsieg sorgt für neue Zuversicht im Abstiegskampf und gibt Trainer Daniel Glowacki Rückenwind.
Die Zahlen waren vor der Spannberg-Partie verheerend: elf Spiele, elf Niederlagen, null Punkte, sechs Tore geschossen, 48 kassiert. Das bedeutete für Gaweinstal natürlich den letzten Tabellenplatz. Nach der zwölften Runde steht das Team von Daniel Glowacki noch immer ganz unten, die Stimmung hat sich jedoch wesentlich gedreht. Nach dem 2:1-Heimsieg gegen Spannberg ist die Null weg!
Der Rückstand auf Großengersdorf beträgt damit sechs Punkte, jener auf Marchegg sieben. „Dieser Sieg kann nur der Beginn sein, aber er war wichtig für die Köpfe der Spieler, die damit gesehen haben, dass sie es doch noch können“, jubelte Glowacki.
Sieg am Platz war auch einer für die Glaubwürdigkeit
Für den 39-Jährigen, der Anfang Oktober Marco Brank nachfolgte, war es die vierte Partie. Für ihn gibt der Erfolg viel Rückenwind in der Trainerarbeit: „Ich habe den Spielern immer und immer wieder gesagt, dass der Sieg kommen wird, wenn sie hart weiterarbeiten. Zum Glück ist er jetzt auch gekommen, sonst hätte ich an Glaubwürdigkeit verloren.“ Seit seinem Amtsantritt habe er viel Zeit in Gespräche investiert, er sei damit beschäftigt gewesen, die Spieler nach den Pleiten aufzubauen. Deshalb findet er: „Als Trainer muss man auch Psychologe sein.“
Der Auftritt gegen Spannberg machte Glowacki stolz. Man habe einen verdienten Sieg eingefahren, aber auch Glück gehabt: „Nach der Roten Karte (gegen Tobias Bohacek in der 56. Minute, Anm.) war Spannberg besser, aber dieses Glück haben wir uns erarbeitet.“
Die große Feier muss noch warten
Sektionsleiter Andreas Fleckl spricht von einer „ganz großen Erleichterung“, die man im Verein nach dem Ende der Negativserie verspürt. Ihm imponierte der Auftritt gegen Spannberg. Man habe sich „reingebissen“ und „90 Minuten Gas gegeben“. Und was für einen Letzten beeindruckend sei: „Jeder gibt alles für seinen Mitspieler, wir sind eine Einheit.“
Die Entscheidung für Glowacki sei richtig gewesen, fühlt sich Fleckl bestätigt, betont aber erneut, dass es keine Entscheidung gegen Vorgänger Brank gewesen sei: „Wir haben etwas machen müssen und sind jetzt endlich belohnt worden.“
Feiern wollte Glowacki nach dem Sieg nur kurz, das soll erst nach dem letzten Hinrundenspiel geschehen. Gegen Marchegg soll der Aufwärtstrend nämlich bestätigt werden. Aber auch dann soll es keine große Feier geben, betont der Coach: „Die kommt erst, wenn wir den Klassenerhalt geschafft haben.“