Montag, 2. November 2026
Zwettl - Korneuburg 23.10.2026 · 21:30

Nächste Heim-Abfuhr: Zwettl geht gegen Korneuburg mit 0:4 unter

Nachdenklich. Philipp Riederer und seine Zwettler wollten eigentlich das 0:5 gegen Ebreichsdorf vom vorigen Heimspiel ausbügeln - doch gegen Korneuburg setzte es mit dem 0:4 ebenfalls eine empfindliche Niederlage. Foto: Claus Stumpfer

Neun Heimspiele lang war Zwettl auf eigener Anlage ungeschlagen, ehe es gegen Ebreichsdorf eine 0:5-Abfuhr setzte. Gegen Korneuburg wollten die Waldviertler eine neue Heimserie starten, doch das Vorhaben ging gründlich daneben. Die Zwettler mussten sich in der 1. Landesliga erneut deutlich geschlagen geben – diesmal mit 0:4.

Zwettl - Korneuburg 0:4. Nach dem Ende der beeindruckenden Heimserie gegen Ebreichsdorf sollte gegen Korneuburg die Trendwende gelingen. Die Anfangsphase machte durchaus Hoffnung: Zwettl fand gut in die Partie, spielte nach vorne und kam durch einen Kopfball von Vehabovic zu einer ersten großen Möglichkeit. Der Korneuburger Schlussmann war allerdings zur Stelle und verhinderte die Führung der Hausherren.

Dann kam der Elfmeterpfiff: Nach einem Zweikampf entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für die Gäste. Balti trat an und verwandelte in Minute 17 mit einem mittigen Schuss zum 0:1.

Zwettl-Trainer Philipp Riederer sah den Strafstoß als entscheidenden Wendepunkt: „Wir hatten den Gegner eigentlich gut im Griff, haben gut nach vorne gespielt. Dann kassieren wir einen unnötigen Elfmeter, der das Spiel in eine andere Richtung lenkt.“

Doppelschlag nach der Pause

Die Vorentscheidung fiel unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Ein weiter Ball in die Spitze brachte Mattes ins Spiel, der sich im Laufduell gegen Schön durchsetzte. Zunächst scheiterte er noch an Zwettl-Keeper Steinschaden, im zweiten Versuch brachte er den Ball aber im langen Eck unter – 0:2 (47.).

Nur vier Minuten später folgte der nächste Gegentreffer. Dabei hatten die Zwettler selbst Einwurf. Der folgende Abschlag landete allerdings direkt beim Gegner. Doch auch Korneuburg brachte den Ball zunächst nicht wirklich unter Kontrolle. Zwettl schaffte es in der Folge ebenfalls nicht, die Situation zu bereinigen. In einer beinahe slapstickartigen Szene kam Eichinger schließlich zum Abschluss und stellte auf 0:3 (51.).

Damit war die Partie praktisch entschieden. Zwettl fand keine Antwort mehr, während die Gäste den klaren Vorsprung verwalteten. In der Schlussminute setzte Stojimenov noch einen drauf: Sein Schuss von halblinks schien für Steinschaden durchaus haltbar, doch der Zwettler Schlussmann machte keine gute Figur und ließ den Ball über sich hinweg ins Tor rutschen. Das 0:4 in Minute 90 besiegelte die nächste deutliche Heimniederlage.

Grünstäudl: „Das war von vorne bis hinten nichts“

Nach dem Schlusspfiff fand Zwettl-Obmann Martin Grünstäudl deutliche Worte für den Auftritt seiner Mannschaft. „Das war von vorne bis hinten nichts – da brauchen wir nichts beschönigen. Die letzten zwei Heimspiele gingen ordentlich daneben, zwei Niederlagen, 0:9-Tore. Das ist nicht unser Anspruch, den wir uns stellen.“

Bei den Korneuburgern war Trainer Senad Mujakic happy: „Eine Top-Leistung und ungewohnt bei unseren vielen Ausfällen, dass wir vier Tore schießen. Aber die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt, war mutig und hat deshalb mehr als verdient gewonnen.“

Statistik:

SC ZWETTL - SK SPARKASSE KORNEUBURG 0:4 (0:1).Torfolge: 0:1 (17., Elfmeter) Balti, 0:2 (47.) Mattes, 0:3 (51.) Eichinger, 0:4 (90.) Stojimenov.Gelbe Karten: Weiß (37. Unsportlichkeit); Eichinger (37. Unsportlichkeit), Vecernik (74. Kritik), Stojimenov (78. Foul).Zwettl: Steinschaden; Potopalskyi, Schön (87. Trunic), Michael Herrsch; Starkl, Michael Herrsch, Vehabović, Tarko (62. Böhm), Schön (87. Trunic), Hahn (62. Seemann), Schmidt (76. Penz), Weiß; Szotkowski (76. Johannes Herrsch).Korneuburg: Pulker; Tatzer, Ibrahimovic, Holzer, Lazariev; Eichinger (88. Kesimal), Imrek; Mattes (73. Stojimenov), Balti (88. Veseli), Mönün (60. Erbay); Ferencak (88. Mujakic).Waldviertler Sparkasse Arena in Zwettl, 370 Zuschauer, SR Willhalm.