Montag, 2. November 2026
Para Ski alpin 02.10.2026 · 10:55

Gloggnitzer Paralympics-Siegerin Veronika Aigner legt eine Pause ein

Bei den Paralympischen Winterspielen in Cortina gewann Veronika Aigner viermal Gold und einmal Silber. Foto: ÖPC/GEPA-PICTURES/ALEXANDER SOLC

Nach ihrem Bruder Johannes wird auch Veronika Aigner in der kommenden Saison eine Auszeit vom Paraski-Weltcup nehmen. Die 23-jährige Niederösterreicherin hat sich dazu entschieden, da ihre Schwester und langjähriger Guide Elisabeth aufgrund ihrer Knieverletzung aussetzen muss.

Veronika und Elisabeth Aigner bilden seit Jahren eines der erfolgreichsten Duos im internationalen Para-Skisport. Sportlich blicken die beiden auf eine herausragende Saison zurück. Im Weltcup feierte die Niederösterreicherin elf Siege und stand bei 16 Rennen auf dem Podest.

Den Höhepunkt bildeten die Paralympischen Winterspiele in Cortina : Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls ihrer Schwester und Stamm-Guide Elisabeth Aigner gewann Veronika in allen fünf Bewerben eine Medaille. Gemeinsam mit ihren eingesprungenen Guides Lilly Sammer (Speed-Disziplinen) und Eric Digruber (Technik-Disziplinen) holte sie Gold in der Abfahrt, der Alpinen Kombination, im Riesentorlauf und im Slalom sowie Silber im Super-G.

Veronika Aigner plant Comeback mit ihrer Schwester

Gerade vor diesem Hintergrund ist die nun getroffene Entscheidung eine bewusste: Statt mit einem neuen Guide weiterzumachen, richtet Aigner den Blick bereits auf ein gemeinsames Comeback mit ihrer Schwester. „Die Entscheidung ist dadurch gekommen, dass Lisi (Elisabeth, Anm.) noch verletzt ist. Ich möchte nicht das Risiko eingehen, mich für ein Jahr auf einen anderen Guide einzustellen und danach wieder auf die Lisi zu wechseln“, erklärt Veronika Aigner.

„In Cortina ist es gut gegangen, dass ein anderer Guide eingesprungen ist. Dafür möchte ich mich auch noch einmal ausdrücklich bei Lilly (Sammer, Anm.) und Eric (Digruber, Anm.) bedanken, ihr Einsatz war wirklich toll. Die Umstellung hat mich aber enorm viel Kraft gekostet. Da bin ich gedanklich lieber weiterhin bei meiner Schwester und konzentriere mich darauf, dass wir beide wieder zurückkommen – als noch stärkeres Team“, so Veronika.

Mit ihrer Entscheidung verzichtet Aigner in der kommenden Saison mit der Weltmeisterschaft in Tignes (Frankreich) auch auf einen sportlichen Höhepunkt. Ganz ohne Ski soll der kommende Winter für die Schwestern allerdings nicht bleiben. Sobald es Elisabeths Rehabilitation zulässt, wollen die beiden wieder gemeinsam auf Schnee trainieren und Schritt für Schritt an ihrem Comeback arbeiten. „Wir werden heuer im Winter gemeinsam Skifahren gehen, damit wir wieder ins Spiel miteinander kommen und nächstes Jahr bereit sind.“