Montag, 2. November 2026
Bezirk Waidhofen/Thaya 29.10.2026 · 04:00

Axel Schmidt zum Betreuer für Europaschutzgebiet ernannt

Der Schutzgebietsbetreuer Axel Schmidt (4.v.l.) bei einem Gemeindevorstellungstermin am 14. Oktober. Foto: Axel Schmidt

Mehrere Gemeinden im Bezirk Waidhofen standen in den vergangenen Wochen im Mittelpunkt von Gesprächen zur Schutzgebietsbetreuung des Europaschutzgebiets „Waldviertler Teich-, Heide- und Moorlandschaft“. Ziel war es, den Austausch über Naturschutzanliegen zu stärken und das Schutzgebiet in der Region sichtbarer zu machen.

Zahlreiche Gemeinden im Bezirk haben Anteil am Europaschutzgebiet „Waldviertler Teich-, Heide- und Moorlandschaft“. Das Schutzgebiet wurde 2009 ausgewiesen und ist Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000.

Zum Schutzgebiet zählen wertvolle Lebensräume wie Teiche, Moore, Feuchtwiesen und naturnahe Fließgewässer. Im Bezirk Waidhofen erstreckt sich das Gebiet insbesondere entlang der Thaya und auf angrenzende Flächen.

Ansprechpartner für Naturschutz

Um den Erhalt dieser Lebensräume sowie geschützter Tier- und Pflanzenarten sicherzustellen, wurde von der Abteilung Naturschutz des Landes Niederösterreich für alle Europaschutzgebiete eine Schutzgebietsbetreuung eingerichtet.

Für das Europaschutzgebiet „Waldviertler Teich-, Heide- und Moorlandschaft“ wurde der Biologe Axel Schmidt aus Unserfrau mit dieser Aufgabe betraut. „Die Schutzgebietsbetreuung soll als zentrale Anlaufstelle für naturschutzfachliche Fragen dienen, Maßnahmen initiieren und bestehende Projekte begleiten“, erklärt der Biologe.

Gespräche in mehreren Gemeinden

Um die Aufgaben der Schutzgebietsbetreuung bekannt zu machen, fanden in den vergangenen Wochen mehrere Gemeindegespräche statt. Besucht wurden die Gemeinden Dobersberg, Karlstein, Raabs, Thaya, Vitis sowie die Stadt Waidhofen.

Im Mittelpunkt standen der Austausch mit Gemeindevertretern, Informationen zu naturschutzfachlichen Themen und Unterstützung bei Fragen rund um das Europaschutzgebiet. Zudem boten die Treffen Gelegenheit, die Schutzgebietsbetreuung persönlich vorzustellen und bestehende Kontakte zu vertiefen.

Weitere Besuche geplant

Die Verantwortlichen setzen nach eigenen Angaben auf eine enge Zusammenarbeit mit Gemeinden, Grundeigentümern, Landnutzern sowie weiteren Akteuren in der Region. Dabei sollen Informationen ausgetauscht und mögliche Naturschutzprojekte gemeinsam entwickelt werden.

Auch in den kommenden Jahren sind weitere Besuche in Gemeinden des Schutzgebiets vorgesehen. Ziel ist es, die regionale Vernetzung zu stärken und das Bewusstsein für die Bedeutung des Natura-2000-Gebiets weiter zu fördern.