Montag, 2. November 2026
Computerspiele 29.10.2026 · 13:00

LAN-Party in Kautzen: „Fast wie ein Klassentreffen“

Die Kautzener Bal-Clan-Vereinsmitglieder Eduard Danzinger, Andreas Zahrl, Obmann Klaus Meller, David Ritsch, Martin Berndl, Philipp Schandl, Reinhard Kreutzer, Patrick Litschauer Georg Danzinger, Raphael Schandl, Christian Dangl bei der LAN-Party in der Aula der Mittelschule. Foto: Gerald Muthsam

Die 19. LAN-Party in der Mittelschule Kautzen bot spannende Turniere mit "Counter-Strike 2“ und „Wreckfest“. Gespielt wurde von einigen Teilnehmenden fast rund um die Uhr.

Eine High-Speed-Glasfaser-Internetverbindung mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde sorgte am Wochenende für ein ungetrübtes Spielerlebnis bei der 19. Computernetzwerkparty (LAN-Party) in der Mittelschule Kautzen. Organisiert wird die Party seit 2005 vom Verein „BAL“.

„Eigentlich hätten wir schon das 20. Jubiläum gehabt, doch die Corona-Pandemie hat uns dazwischen gefunkt und wir mussten drei Jahre aussetzen“, erklärt der ehemalige Obmann Eduard Danzinger. „Seit 2023 sind wir wieder traditionell am Nationalfeiertagswochenende im Jahresrhythmus unterwegs. Heuer haben wir 85 Teilnehmer, zusätzlich kommen Freunde oder auch die Familie auf Besuch. Denn mittlerweile haben manche früheren Teilnehmer schon eine eigene Familie.“

Turniere gab es bei der Party mit den Spielen „Counter-Strike 2“ und „Wreckfest“ sowie ein Retro-Fun-Turnier. Der Retrobereich war mit Commodore-Computern vom Computermuseum Kautzen ausgestattet.

Auch in Spieleszene gibt es eine Nostalgiewelle

Wie in einigen Bereichen des Lebens gibt es auch in der Spieleszene eine Nostalgiewelle. „Es gibt so einen Trend für liebgewonnene Spiele, die über Jahrzehnte gespielt werden, wie eben „Counter-Strike“, das bereits 1999 erschien“, erklärt Danzinger. „Ein Party-Teilnehmer hat ein 17 Jahre altes Spiel reaktiviert, das gestern mit Begeisterung gespielt wurde.“

Die Party lief von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag. Gespielt wurde von einigen beinahe rund um die Uhr. Es gab Ruheräume, Duschen und Frühstück war in der Anmeldegebühr inbegriffen. Zudem bereiteten Vereinsmitglieder Speisen in der Schulküche zu. Wer wollte, konnte also drei Tage durchgängig vor Ort bleiben.

Die Teilnehmer kamen hauptsächlich aus der Umgebung. Wobei auch welche aus Wien dabei waren und heuer auch ein paar aus der Steiermark anreisten.

„Steam“-Gutscheine zu gewinnen

Zu gewinnen gab es Gutscheine für die Spieleplattform „Steam“. „Die kann jeder gebrauchen, denn die Spieler sind ohnehin mit Hardware gut ausgestattet, da braucht man meist keinen Sachpreis“, ergänzt Danzinger.

Ein entscheidendes Element sei die soziale Komponente, denn die Party sei eine Möglichkeit, gleichgesinnte Computerspieler oder Technik-Interessierte vor Ort treffen zu können. „Die Leute freuen sich immer, wenn man sich nach einem Jahr wieder sieht. Es ist fast wie ein Klassentreffen. Heuer ist ein Teilnehmer hier, der 18 Jahre nicht da war und unbedingt wieder einmal kommen wollte. Das ist natürlich ein sehr schönes Kompliment für die Veranstaltung“, freut sich Eduard Danzinger.