Gedenken an den Ersten Weltkrieg
Ausstellung / Mit über 100 Exponaten wie Fotos und Feldpostkarten werden auch persönliche Schicksale von Gemeindebürgern erzählt.
GROSS SIEGHARTS / Eine Gedenkausstellung über den Ersten Weltkrieg wurde am 1. August im Lebenden Textilmuseum eröffnet.
Hans Widlroither, der Leiter der Volkshochschule Groß Siegharts, hat auf Schautafeln von insgesamt 14 m Fläche über 100 Exponate wie historische Fotos, Zeitungen, Briefe, Feldpostkarten, Kundmachungen, Geldscheine und Lebensmittelkarten zur Veranschaulichung der damaligen Zustände arrangiert. Dabei werden auch persönliche Schicksale von Gemeindebürgern, die in das Kriegsgeschehen involviert waren, thematisiert, wodurch sich ein starker Bezug der Ausstellung zu Groß Siegharts ergibt.
Bei der Eröffnung ging Stadthistoriker Robert Kurij in einem Vortrag auf die Ursachen des Attentats von Sarajewo ein und zeichnete dann den Verlauf des Krieges nach. Er wies darauf hin, dass es auch im Waldviertel Kriegsgefangenen- und Flüchtlingslager gab und ging auf die Lebensmittelknappheit in den Gemeinden ein. In Groß Siegharts wurde ein Kriegskinderheim im Brauhaus geschaffen und in der Zulegerfabrik ein Rekonvaleszenzheim für verwundete Soldaten eingerichtet.
Krieg bringt keine Sieger hervor
„Wir haben in hundert Jahren offenbar noch immer nicht gelernt, die Zeichen der Zeit zu erkennen und zu verstehen, dass kein Krieg einen Sieger hervorbringt. Ich würde mir wünschen, dass durch Ausstellungen wie diese solche Erkenntnisse in die Köpfe der Menschen gebracht werden können, damit künftig so etwas wie der Erste Weltkrieg verhindert werden kann“, betonte Bürgermeister Gerald Matzinger in seiner Eröffnungsansprache.
Die Ausstellung ist bis Ende Oktober jeweils sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Eine Öffnung zu anderen Zeiten ist nach Voranmeldung bei der Stadtgemeinde Groß Siegharts unter 02847/2371 möglich. Der Eintritt ist frei.