Montag, 2. November 2026
Plus Rathaus Wiener Neustadt 01.11.2026 · 06:15

Doris Hailzl nach 37 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

Katharina Einsiedler-Ginter, Doris Hailzl (Mitte) mit ihrem Team, das ihr zum Abschied auch eine Hai-Ballon schenkte: Katharina Einsiedler-Ginter (l.), Stefan Kohlhauser und Julia Zimper-Vitt. Foto: Steinbock

Nach 37 Jahren als Beamtin und Führungskraft am Wiener Neustädter Magistrat ging Doris Hailzl mit 30. Oktober in Pension. Mit diesem Tag geht eine „Ära am Magistrat zu Ende“, wie mehrere Festgäste betonten.

Wenn man mit so viel Herzlichkeit in die Pension verabschiedet wird, dann hat man im Berufsleben schon viel richtig gemacht. Bei der Abschiedsfeier von Behördenverwaltungsleiterin Doris Hailzl im Rathaus tummelten sich Dienststellenleiter, Mitarbeiter und Vertreter der Blaulichtorganisationen, die unter ihrer Führung an Katastrophenschutzübungen teilgenommen haben.

Würdigung einer langen Karriere

Ihr Nachfolger Stefan Kohlhauser streute der passionierten Taucherin Rosen: „Du hast deinen Geschäftsbereich und den ganzen Magistrat in 37 Jahren geprägt.“ Vizebürgermeisterin Erika Buchinger ergänzte: „Wir haben viel zusammen erreicht. Du wirst uns und mir persönlich fehlen.“

Während sich ihre Mitarbeiter mit einem Hai-Ballon in Anspielung auf Hailzls Tauchleidenschaft einfanden, brachten die Blaulichtorganisationen und Vertreter des Heeres eine Kiste mit Süßigkeiten sowie einen kleinen Pokal zur Feier mit, da sie im Rahmen des Katastrophenschutzes eng mit Hailzl zusammengearbeitet hatten.

Dank von Mitarbeitern und Weggefährten

Magistratsdirektor Markus Biffl zitierte aus dem Bewerbungsschreiben von Doris Hailzl, das die Juristin nach ihrem Universitätsabschluss an die Stadt Wiener Neustadt gerichtet hatte. Am 2. November 1989 trat sie in den Dienst der Stadt ein und war 32 Jahre lang als Führungskraft tätig. Biffl: „Wenn am letzten Arbeitstag so viele Mitarbeiter Danke sagen, ist das eine große Auszeichnung.“ Doris Hailzl zur NÖN: „Die Feier war ein sehr schöner Abschluss meiner beruflichen Tätigkeit.“

Von 1994 bis 2015 war sie Leiterin der Personalabteilung, danach stand sie bis heute der Behördenverwaltung vor. Besonders geschätzt habe sie „die wirklich einzigartige Zusammenarbeit mit meinem Team. Wir waren immer bestrebt, es für die Bürger, im rechtlichen Rahmen, so einfach wie möglich zu halten.“

Corona als größte Herausforderung

Ihre größte berufliche Herausforderung war die Corona-Zeit, als sie den Krisenstab leitete. „Wir haben einen Stab aufgebaut, der zum Schluss fast 70 Personen umfasst hat. Wir haben jeden Tag von Montag bis Sonntag gearbeitet. So etwas schweißt natürlich zusammen.“

Besonders freue sie, dass viele der zusätzlichen Mitarbeiter, die damals aufgenommen wurden, bis heute im Rathaus arbeiten.

Pläne für den neuen Lebensabschnitt

Für die Pension stehen nun Reisen und viele sportliche Aktivitäten „tauchen, wandern und radfahren“ auf dem Programm. „Mein Mann ist vor drei Monaten in Pension gegangen, das passt sehr gut. Wir planen schon einige Reisen und werden die Zeit genießen, denn die gemeinsame Freizeit kam ohnehin immer viel zu kurz.“