Was sich diese Woche in der Region Erlauftal sonst noch getan hat
Erfolgreiche Unternehmen, interessante Vorträge, Jubiläen und neue Angebote bereichern das Leben in den Gemeinden. Die folgenden Kurzmeldungen geben einen Überblick über aktuelle Ereignisse und Neuigkeiten aus der Region Erlauftal/Ybbstal.
Selbsthilfegruppen trafen sich im Landesklinikum zum Partnertag
Scheibbs. Im Landesklinikum Scheibbs sind zahlreiche Selbsthilfegruppen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern und Lebenssituationen aktiv. Sie bieten Menschen mit chronischen Erkrankungen, gesundheitlichen Herausforderungen oder belastenden Lebenssituationen eine wichtige Anlaufstelle für Austausch und Unterstützung.Zum diesjährigen Partnertag begrüßte die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin (DGKP) Manuela Schneck die Gruppenleitungen im Klinikum. Als Ansprechpartnerin koordiniert sie die Kontakte zwischen Betroffenen und den Selbsthilfegruppen und steht in regelmäßigem Austausch mit deren Verantwortlichen.
„Betroffene und Angehörige können in Selbsthilfegruppen unter Gleichgesinnten ihre Erfahrungen im Umgang mit einer Erkrankung teilen und sich austauschen. Das wird oft als entlastend, bereichernd und stärkend beschrieben und kann den Genesungsverlauf positiv beeinflussen“, betont Manuela Schneck. Zusätzlich würden regelmäßig Expertinnen und Experten mit fachlichen Informationen aus erster Hand zu den Treffen kommen.
Als selbsthilfefreundlich zertifiziertes Krankenhaus bekennt sich das Landesklinikum Scheibbs ausdrücklich zur Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen und unterstützt deren Arbeit. Die regelmäßigen Vernetzungstreffen bieten den Gruppenleitungen die Möglichkeit, Herausforderungen zu besprechen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.
Gemeinden entwickeln gemeinsam neue Angebote für Jugendliche
Mostviertel-Mitte. Jugendgemeinderätinnen und Jugendgemeinderäte aus der LEADER-Region Mostviertel-Mitte trafen sich zum zweiten Mal zum gemeindeübergreifenden Austausch. In Lilienfeld und Mank standen laufende Projekte und neue Ideen für die regionale Jugendarbeit im Mittelpunkt.Die LEADER-Region Mostviertel-Mitte will mit der Vernetzung der Jugendgemeinderäte den Austausch zwischen den Gemeinden stärken. Beim zweiten Treffen informierten sich die Teilnehmer über bestehende Angebote und diskutierten Möglichkeiten für neue gemeinsame Projekte.
Vorgestellt wurde unter anderem „Act4Good“ der JUGEND:INFO NÖ. Die Plattform belohnt freiwilliges Engagement von Jugendlichen mit Punkten, die gegen Belohnungen eingetauscht werden können. Thema war auch „MoodUp!“ von „Tut gut!“. Dabei können Jugendliche eigene Projekte zu Gesundheit und Wohlbefinden umsetzen. Dafür sind Förderungen von bis zu 500 Euro pro Projektgruppe vorgesehen.
Mit „Bewusst Digital“ befindet sich eine Idee aus dem Vernetzungstreffen vom Mai 2025 mittlerweile in Umsetzung. Gemeinsam mit regionalen Schulen sollen Eltern und Erziehungsberechtigte durch Videos, Factsheets und Mitmachideen im digitalen Familienalltag unterstützt werden. Schulen können zudem kostenlose Workshops buchen.
Für die Zukunft wurden weitere Vorhaben diskutiert. Eine Sommer-Challenge 2027 soll Jugendliche zu gemeinsamen Aktivitäten motivieren. Thema waren außerdem eine Handybegleiterausbildung zur Unterstützung von Eltern und Großeltern sowie ein möglicher Ausbau der mobilen Jugendarbeit.
2 Bilder – seitlich wischen
Lunz gedachte der Opfer von Krieg und Einsatz
Lunz am See. Am Nationalfeiertag versammelten sich Kameraden, Gemeindeverantwortliche und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zum traditionellen Totengedenken in Lunz am See. Im Mittelpunkt standen die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege sowie jene Menschen, die im Dienst der Blaulichtorganisationen ihr Leben verloren haben.Die Gedenkstunde wurde von der Musikkapelle Lunz am See musikalisch umrahmt. Pfarrer Norbert Burmettler wirkte bei der Gestaltung des Gottesdienstes mit und erinnerte an die Bedeutung von Frieden, Zusammenhalt und dem Gedenken an die Verstorbenen. Gemeinsam mit den Anwesenden wurde der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand die Kranzniederlegung statt. Vertreter der Kameradschaft und der Gemeinde legten Kränze nieder und setzten damit ein sichtbares Zeichen des Erinnerns und der Wertschätzung.
Dahlienpracht in Wieselburg
Schuhplattler-Nachwuchs erhielt Dankeschön für Brauchtumspflege
Waidhofen an der Ybbs. Die jungen Konradsheimer Schuhplattler begeisterten im September beim Spatenstich für das neue Schulgebäude der Volksschule Konradsheim mit ihrem Auftritt. Als Dankeschön für diesen Beitrag überreichte Bürgermeister Werner Krammer vor Kurzem Kinogutscheine für die Filmbühne Waidhofen an die Kinder.„Es ist schön zu sehen, mit wie viel Freude und Begeisterung die Kinder unser Brauchtum pflegen. Das zeigt, was Konradsheim ausmacht: ein starkes Miteinander, tiefe Verwurzelung und gleichzeitig ein zuversichtlicher Blick in die Zukunft. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, sagte der Stadtchef.
Waidhofner Bildungswerk erkundete Ungarn und Rumänien
Waidhofen an der Ybbs. Die jüngste Bildungsreise des Katholischen Bildungswerks der Pfarre Waidhofen führte von 24. bis 28. Oktober nach Ungarn und Rumänien. Eine Reisegruppe begab sich unter der Leitung von Johann Kern auf eine geschichtlich und kulturell facettenreiche Route.Erstes Ziel in Ungarn war Kecskemet mit seiner beeindruckenden Konkathedrale, gefolgt von Szeged. Die drittgrößte Stadt Ungarns faszinierte mit ihren Jugendstilpalästen, dem stolzen Rathaus und der vieltürmigen Kathedrale. Dort feierte die Gruppe mit der Dompfarre den Weihetag der Kirche.
Am nächsten Tag stand Rumänien auf dem Programm, inklusive eines Spontanbesuchs des orthodoxen Frauenklosters Gai sowie eines der ältesten rumänischen Männerklöster, Hodos-Bodrog. In Temeswar folgte ein geschichtsträchtiger Rundgang vom Freiheitsplatz über den Domplatz bis zum Siegesplatz, wo eine Fassade an die Revolution von 1989 erinnert. Nach der Teilnahme an einem Teil einer Liturgie in der rumänisch-orthodoxen Kirche genoss die Gruppe die lokale Spezialität: Krautwickler mit Polenta.
Im Wallfahrtsort Maria Radna wurden die alten Verbindungen zu Österreich spürbar, da einst Wiener Künstler am Bau und der Ausgestaltung der Wallfahrtskirche mitwirkten. Nach dem Mittagessen erreichte man Oradea, wo die Gäste eine Führung durch die Kathedrale, das Bischofspalais und zur berühmten Ladislausreliquie genossen.
Am Folgetag ging die Fahrt zurück nach Ungarn zum Wallfahrtsort Maria Pocs und nach Hajdudorog. Dort besichtigte die Gruppe die Kathedrale mit einer der schönsten Barock-Ikonostasen Ungarns. Der Tag endete in Debrecen, wo die riesige Reformierte Kirche mit 3.000 Sitzplätzen Eindruck hinterließ.
Der letzte Tag stand im Zeichen der Fahrt durch die Puszta und den Nationalpark Hortobagy. Neben der Idylle mit Ziehbrunnen und Rinderherden wurde auch der Opfer des dortigen stalinistischen Gulags gedacht. Mit reichen Eindrücken kehrte die Reisegruppe am Abend nach Hause zurück.
Waidhofner Pfarrcaritas organisiert Elisabeth-Sammlung
Waidhofen an der Ybbs. Die Pfarren Waidhofen an der Ybbs und Zell nehmen auch heuer den Elisabethsonntag am 15. November zum Anlass, um ein Zeichen der Mitmenschlichkeit zu setzen. Mit einer Sachspendensammlung sollen bedürftige Menschen in der Region unterstützt werden.Gesammelt werden haltbare Lebensmittel, Toilettenartikel, Waschpulver und Putzmittel – Dinge des täglichen Bedarfs, die für viele selbstverständlich erscheinen, für armutsbetroffene Menschen jedoch eine spürbare finanzielle Belastung darstellen können. Die Spenden können von 2. bis 15. November in der Marienkapelle der Stadtpfarrkirche abgegeben werden.