129 Feuerwehrleute trainierten den Ernstfall im Bezirk Scheibbs
Waldbrand, Erdbeben und ein schwerer Forstunfall: 129 Feuerwehrmitglieder mit 22 Fahrzeugen trainierten am Samstag bei einer groß angelegten Katastrophenschutzübung im Bezirk Scheibbs für unterschiedliche Schadenslagen.
Bei der diesjährigen Großübung des Katastrophenhilfsdienstes (KHD) des Bezirksfeuerwehrkommandos Scheibbs waren die KHD-Züge 1, 2 und 4 gefordert. An drei Standorten mussten sie unterschiedliche Einsatzszenarien bewältigen. Parallel dazu koordinierte der Bezirksführungsstab im Feuerwehrhaus Scheibbs die übergeordneten Abläufe.
In St. Georgen an der Leys bekämpfte der 2. KHD-Zug einen angenommenen Waldbrand. 41 Feuerwehrmitglieder rückten mit sieben Fahrzeugen an. Eine zentrale Aufgabe bestand darin, Löschwasser aus einem Bach über eine längere Strecke bergauf zur angenommenen Brandstelle zu fördern.
Schwere Geräte nach Erdbeben im Einsatz
Ein gänzlich anderes Szenario wartete in Wieselburg auf den 4. KHD-Zug. Nach einem angenommenen Erdbeben galt es, mehrere verschüttete Personen zu retten. Dafür standen 31 Feuerwehrmitglieder mit sieben Fahrzeugen im Übungseinsatz.
Teleskoplader und Kran kamen zum Einsatz, um zu den Verschütteten vorzudringen und deren Rettung zu ermöglichen. Trainiert wurden dabei insbesondere die technische Menschenrettung, der sichere Umgang mit schweren Geräten und die Koordination der beteiligten Einsatzkräfte.
Vermisste Person im Wald gesucht
Der 1. KHD-Zug wurde in Pyhrafeld mit den Folgen eines angenommenen schweren Sturmereignisses konfrontiert. Während Forstarbeiten war laut Übungsszenario ein Traktor verunglückt. Eine Person wurde eingeklemmt, eine weitere verletzt. Eine dritte Person flüchtete im Schockzustand und galt anschließend als vermisst.
16 Bilder – seitlich wischen
45 Feuerwehrmitglieder mit sieben Fahrzeugen mussten die Verunglückten versorgen und retten sowie gleichzeitig eine großflächige Suchaktion im umliegenden Wald organisieren. Damit vereinte dieses Szenario technische Rettungsarbeiten und Personensuche.
Führungsstab koordinierte drei Szenarien
Während die KHD-Züge an ihren Übungsorten arbeiteten, war der Bezirksführungsstab mit zwölf Mitgliedern im Feuerwehrhaus Scheibbs besetzt. Dort liefen die Informationen zusammen, wurden die Einsatzlagen beurteilt und die übergeordneten Abläufe koordiniert.
KHD-Kommandant Andreas Kurz zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden: „Unsere Feuerwehrmitglieder haben heute eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch bei komplexen Schadenslagen professionell, strukturiert und vor allem gemeinsam arbeiten.“ Besonders hob Kurz die Motivation und Einsatzbereitschaft der Beteiligten hervor.
129 Mitglieder übten für den Ernstfall
Auch Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Alois Hochholzer verwies auf das freiwillige Engagement der Einsatzkräfte: „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass sich an einem Samstag 129 Feuerwehrmitglieder freiwillig Zeit nehmen, um für den Ernstfall zu trainieren.“
Hochholzer bedankte sich bei den Teilnehmern, den Führungskräften sowie den Feuerwehrmitgliedern, die für Vorbereitung und Organisation der umfangreichen Übung verantwortlich waren.