Neue C-Klasse: Noch näher an der E-Klasse
Mercedes-Benz pflegt die traditionelle C-Klasse, sowohl die Limousine als auch das T-Modell. Die optimierten Antriebe (Benziner, Diesel, Vollstromer ist ein eigenes Thema) sind elektrifiziert, in einem Leistungsspektrum von 163 bis zu 395 PS.
Ohne C-Klasse ist Mercedes-Benz nicht Mercedes-Benz. Schon lange. Seit 1982. Da war der Sternenträger im Mittelklasse-Format jedoch (noch) der 190er (Baureihe 201) - und damals der Kleinste unter den Stuttgartern. Die Klassifizierung C bekam er erst 1993, als 202er-Baureihe.
Elektro-Boost für Traditionsmodell
In fünf Generationen wurde er, anfangs noch in den Karosserievarianten Limousine, T-Modell (Kombi), Coupé und Cabriolet, bisher rund zwölf Millionen Mal verkauft. Die fünfte Generation hatte er 2021 angetreten, als Viertürer und als Kombi. Zwischenzeitlich ist - heuer - eine vollelektrische C-Klasse dazugekommen. Die jedoch, zumindest vorerst, die traditionelle Mittelklasse nicht ersetzt oder gar eliminiert.
Im Gegenteil: Das traditionelle Modell, mit mittlerweile durchwegs elektrifizierten Benziner- und Dieselantrieben, kommt jetzt gerade frisch von einer tiefgreifenden Verjüngungskur, sprich - laut Marketingabteilung - von einem Optik- & Technik-Upgrade. Ersteres ist identifizierbar unter anderem am Doppelstern-Design des Tagfahrlichts.
Die neue C-Klasse beweist, dass Kontinuität und Innovation kein Widerspruch sind!
Nicht nur das rückt den C noch näher als bisher an den E. Das ist die Gesamtwirkung aus Wohnlichkeit, wozu gehört, dass kein Riesentablet prominent im Interieur prangt, die Displays sind bündig ins Armaturenbord integriert. Info- und Multimediasystem sind in Logik und Bedienung vertraut. Die Sitze sind noch feiner und kommoder, das Chassis-Setting bleibt in jedem Fahrmodus verdaulich, es ist nie schaukelig oder gar stoßig. Die Geräuschdämmung ist superb.
Zentraler Punkt der Neubearbeitung sind die Antriebe. Es sind sämtlich 2,0-Liter-Reihenvierzylinder, ob Benziner oder Diesel oder der Otto-Plug-in-Hybrid (mit rund 100 Kilometern elektrischer Reichweite).
Die Startmotorisierungen: Mildhybride auf Basis eines 48-Volt-Bordnetzes. Die Ottos leisten 177, 218 oder 258 PS, der Zusatz-Boost beschert eine Draufgabe von 23 PS. Ebenso ist es mit den Selbstzündern, die nominell 163 bzw. 200 PS leisten. Der aufladbare Benziner hat 395 PS. Die Akkukapazität macht 19,53 kWh aus.
Das Ganze fährt sich akustisch und praktisch fast schon wie ein Elektroauto, je nach Fahrmodus gelassen oder sportlich.
Großer Liebling ist der Diesel, mit 200 PS und Allradantrieb, spontan antretend, durchzugsstark und dabei nicht verschwenderisch, die Gesamtreichweite kann je nach Fahrstil und Fahrertemperament mindestens 1.000 Kilometer ausmachen.