Granate gefunden! Polizei-Einsatz bei Flurreinigung in Glaubendorf
Den Müll anderer Menschen wegzuräumen, haben sich viele Menschen zu dieser Jahreszeit im Rahmen der sogenannten Flurreinigungsaktionen zur Aufgabe gemacht. Außergewöhnlich verlief diese vom Abfallverband unterstützt Aktion am Samstag (28. März) in der Gemeinde Heldenberg. Dort wurde offenbar altes Kriegsmaterial gefunden.
Die wenigsten Beteiligten hätten dieses Metallstück als Granate identifiziert. Umso größer war das Glück, dass Christian G. aus Glaubendorf an einer Seite des Fundstückes die Zündvorrichtung erkannte. Entdeckt wurde das Kriegsrelikt im Rahmen der Flurreinigungsaktion außerhalb von Glaubendorf – in Richtung Ziersdorf, nahe der Franz-Josefs-Bahn.
Umgehend wurde die Polizei gerufen, die ihrerseits den Entminungsdienst informierte. Die Handlungskette lief reibungslos, die Experten entfernten das gefährliche Material zeitnah. Die Polizei Ziersdorf sicherte den Fundort bis zum Eintreffen des Entminungsdienstes.
Martin Zeitlberger von der Freiwilligen Feuerwehr Glaubendorf schilderte gegenüber der NÖN die Geschichten, die er von der Ortsbevölkerung gehört hat: „Mir wurde erzählt, dass im Zweiten Weltkrieg die Bahnstrecke ein Ziel der Bombardierungen war. Oder auch die Geschichte eines Waggons, der sich in Limberg löste und die Strecke in Richtung Wien rollte.“
Angeblich hatte dieser Waggon Kriegsmaterial geladen und sei mit einer Lok zwischen Ziersdorf und Glaubendorf zum Entgleisen und zur Detonation gebracht worden. Jedenfalls sollte dieses Ereignis die Wachsamkeit der Bürger erhöhen, meint Zeitlberger.