Montag, 2. November 2026
Plus Falkenhof am Heldenberg 22.10.2026 · 12:00

Geld fehlte: Herr der Greifvögel war sprachlos über diese Hilfe

Eindrucksvolle Benefizveranstaltung am Heldenberg (v.l.): Marion und Mario Aigner mit den Helfern Christian Schauhuber, Michael Ebermann, Michaela Dodes-Thumfort, Bettina Fehringer, Michael Heichinger, Cornelia Mayer und Lothar Pieczara. Foto: Barbara Witzany

Spontan veranstaltete die ÖVP eine Benefizveranstaltung am Heldenberg neben Aigners Falkenhof. Durch die drohende, aber mittlerweile abgewendete Insolvenz der Heldenberg GmbH hatten sich Zahlungen für den Falkner und seine majestätischen Tiere verzögert.

Schweigen herrscht am Ende der Leitung, dann kommt: „Mir fehlen die Worte“. Nach einer weiteren Pause: „Die Schmidataler sind unglaublich.“ Falkner Mario Aigner ist von der Hilfsbereitschaft überwältigt. 6.377,21 Euro wurden für ihn gesammelt – beziehungsweise dafür, dass sein Falkenhof weiter existieren kann.

„Wir wollen den Falkenhof erhalten, das liegt uns am Herzen, daher haben wir diese Benefizveranstaltung organisiert“, erklärt Christian Schauhuber von der Volkspartei.

Fasziniert betrachteten die Kinder von Ziersdorfs Bürgermeister Stefan Schröter, David und Paul, den Gerfalken auf der Hand von Mario Aigner, hier mit Christian Schauhuber. Foto: Barbara Witzany

Während sich ein Teil der Besucher mit Brötchen, Kuchen und Getränken labte, präsentierte Aigner weiteren Gästen sein Steinadlerweibchen Hera. Fasziniert betrachteten die Kinder den großen Greifvogel, während der Falkner sie mit Informationen „fütterte“ und Fragen beantwortete. Nach einer Weile holte er einen Gerfalken und erklärte den Umgang und die Funktion der Falknerhaube für die Tiere.

Nach einer Stunde bat er die Besucher in den Falkenhof und startete mit seiner Flugschau. Ein Raunen ging durch das Publikum, als er mit Weißkopfseeadler Bella erschien. Zusätzlich stellte er seine „Jagdhelfer“ – einen Rauhaardackel und zwei junge Frettchen – vor. „Normalerweise passen Hunde und Frettchen in das Beuteschema der Adler, aber wenn sie gemeinsam aufwachsen, respektieren sie einander“, schilderte der Falkner.

Immer wieder betonte er, dass seine Greifvögel auch ohne Menschen zurechtkommen: „Das heißt, ich muss mir ihr Vertrauen erarbeiten und es geht immer nach dem, was die Vögel wollen“, erklärte er schmunzelnd.

Erarbeitet sich 365 Tage im Jahr das Vertrauen seiner Tiere: Mario Aigner mit Weißkopfseeadler Bella. Foto: Barbara Witzany

Nach der Schau schilderte der Falkner der NÖN seine Lage: „Die Situation in den vergangenen Wochen war sehr unangenehm für mich. Durch die drohende Insolvenz der Heldenberg GmbH habe ich keine Zahlung erhalten, das heißt, meinen Anteil der Eintrittsgelder nicht bekommen“. Mit diesem Geld finanziert er für gewöhnlich das Futter für seine Tiere im Winter, wenn der Falkenhof gesperrt ist.

Zusätzlich muss er sich eine Lösung für das zukünftige Kassieren seiner Eintrittsgelder überlegen, da die obere Kassa aufgelassen wird. Und auch die Zukunft des Steinzeitdorfes, wo er kleine Snacks angeboten hat, ist noch ungeklärt. „Das heißt, wir haben in diesem Winter einige Aufgaben durch die Ausgliederung von der Heldenberg GmbH für die nächste Saison zu lösen.“

Abschließend meinte Aigner strahlend: „Diese Benefizveranstaltung ist unglaublich. Der Einsatz aller Beteiligten hat mich sprachlos gemacht. Ich danke den Helfern und Spendern ganz, ganz herzlich“. Mittlerweile ist das ausständige Geld von der Heldenberg GmbH überwiesen worden.