Montag, 2. November 2026
Plus Kulinarik-Reihe, Maissau 01.11.2026 · 12:00

„Hot‘s da g’schmeckt?“ Darauf hört der Koarl-Wirt fast immer ein Ja

Karl Aigner serviert in seinem Gasthaus „Zum Koarl“ immer auch gerne persönlich. Foto: Günter Rapp

Es ist ein sicherer Tipp für gepflegte Wirtshausküche am Übergang von Wein- und Waldviertel: Das Lokal „Zum Koarl“ liegt direkt an der Ortsdurchfahrt am Maissauer Berg, vis-à-vis des bekannten Leuchtturms, der weit ins Schmidatal zu sehen ist.

Seit dem Jahr 2000 betreibt Karl Aigner mit seinem Team in Maissau das Lokal „Zum Koarl“ in der Horner Straße 30, zuerst als Buchenschank, ab 2013 als „echtes Dorfwirtshaus“. Zuvor führte er bereits eine Buschenschenke am Ravelsbacher Hauptplatz.

Mittlerweile ist der „Koarl“ das einzige Gasthaus in der Amethyst-Stadt, wo es einst deren vier waren. Abgesehen von den zahlreichen Heurigenlokalen, von denen noch zwei übrig geblieben sind.

Der Betrieb am Maissauer Berg wurde vor Jahrzehnten als einfache Buschenschenke von Familie Swoboda gegründet. Nun wartet das Lokal ganztägig mit warmen Speisen auf. Die Gaststätte „Zum Koarl“ ist bekannt für ihre gute Hausmannskost, die Freundlichkeit des Personals und das ländliche Ambiente. Die Gaststube bietet Platz für 80 Personen. Von der einladenden Terrasse hat man einen einmaligen Blick über die malerische Landschaft des Schmidatales.

Attraktive Lage zwischen Wein- und Waldviertel

Hier auf der Anhöhe oberhalb der Stadt trifft sich immer wieder eine kunterbunte Gästeschar. Der Herr Rechtsanwalt und der Bauarbeiter sitzen an einem Tisch. Immer wieder kehren auch Handwerker hier ein, die sich auf der Durchfahrt zwischen Waldviertel und Wiener Baustelle befinden. Der „Koarl“ liegt sozusagen auf halber Strecke.

Geboten werden Speisen à la carte, Mittagsmenü, Heurigenschmankerl, Mehlspeisen und Eis. Das Angebot wird von regionalen Weinen, Bier und Kaffee abgerundet. Karl Aigner ist aber auch ein mobiler Wirt: Er bietet „Essen auf Rädern“ und ein Cateringservice an. Besonders beliebt sind seine bodenständigen Heurigenbuffets, Partyplatten und Brötchen.

„Die Zutaten kommen aus der Region, darauf sind wir sehr stolz“, sagt der Gastwirt mit Leib und Seele. Gegen Vorbestellung stellt er außerdem gerne Geschenkkörbe zusammen. Aigner erwähnt aber auch, dass die 2012 eröffnete Umfahrung von Maissau für sein Geschäft nicht günstig war. „Viele fahren jetzt an der Stadt und damit auch an meinem Lokal vorbei.“

Nach dem Essen ist dann vom „Koarl“ das obligatorische „Hot‘s da g’schmeckt?“ zu hören. Die Zufriedenheit des Gastes ist für den Wirt das wichtigste Gut. Verschlossen bleibt die Wirtshaustür nur samstags. Wegen Personalmangels. Ein Gastro-Leid, mit dem der Maissauer Wirt derzeit nicht allein ist. Seine geröstete Leber lassen wir uns trotzdem schmecken.

Rezept der Woche: Geröstete Leber

Zutaten:

Die geröstete Leber nach dem Rezept von Gastwirt Karl Aigner ist für jeden Feinschmecker ein Erlebnis. Foto: Günter Rapp

Zubereitung: