Peisching: Ein Dorfwirtshaus wie aus dem Bilderbuch
Würde man ein Dorfwirtshaus am Reißbrett entwerfen, der „Peischinger Dorfwirt“ müsste als Vorbild dienen: Gemütliche Gasthaus-Atmosphäre gepaart mit klassischer Wirtshausküche und ein Preis/Leistungsverhältnis, das hier noch in Ordnung ist, machen den Ort zu etwas ganz Besonderem.
„Freundlichster Gastwirt 1. Platz“ - das Schild gleich direkt neben Eingangstür kommt nicht von ungefähr. Seit 2009 hat Hannes Beisteiner den Betrieb von seinen Eltern in der kleinen Neunkirchner Katastralgemeinde Peisching übernommen und führt ihn in bereits 5. Generation. Und auch die 6. steht mit Sohn Florian bereits theoretisch hinter dem Herd.
Schank als Kommunikationszentrale
Beim Betreten der gemütlichen Gaststube sticht gleich einmal die Schank ins Auge. „Unser Kommunikationszentrum“, erklärt der Wirt. Ob Jung oder Alt, Bauarbeiter oder Doktor - hier trifft sich beim Dorfwirt jeder - und es dauert auch bei Fremden meistens nicht lange, bis sie in ein Gespräch verwickelt sind. „Das Wohlfühlklima und die Geselligkeit sind sicher neben der Kulinarik Attribute, die uns auszeichnen“, weiß der Wirt, der auch gleichzeitig als Sprachrohr seiner Branche im Bezirk Neunkirchen fungiert.
Bei der Küche setzt man auf traditionelle Gerichte: Gulasch, Beuschel, Leber oder Krenfleisch sind der Renner. Ergänzt wird die Karte mit saisonalen Speisen und besonderen Schmankerln, etwa Steaks. Aktuell läuft gerade die Ganslzeit, die noch bis 15. November dauert. Im Vorjahr wurden 120 Stück der gefiederten Tiere verarbeitet - ohne Vorbestellung wird es bei dem beliebten Gericht schwierig, einen Tisch zu bekommen.
„Storchenschnitzel“ als Bestseller
Noch beliebter, und das gibt es zum Glück ganzjährig, ist aber das „Storchenschnitzel“, der absolute Bestseller. Nach dem Storch benannt, der jedes Jahr gegenüber am alten Feuerwehrturm nistet, überzeugt es mit seiner speziellen Knusper-Panier aus Cornflakes - schon beim ersten Biss ein einzigartiger Traum. „Das kann ich nie mehr von der Karte nehmen, die Aufregung wäre zu groß", weiß auch Beisteiner um die Bedeutung dieses Gerichts.
5 Bilder – seitlich wischen
Hervorragende Menüs sorgen am Montag, Dienstag und Freitag dafür, dass auch um die Mittagszeit kaum ein Platz freibleibt. Und den gibt es mit zwei Gastgärten im Sommer und drei Extrazimmern reichlich. Gerne wird das Gasthaus auch für Veranstaltungen genutzt - von der Taufe über Geburtstags- und Weihnachtsfeiern bis hin zum Totenmahl.