Montag, 2. November 2026
Frage an die Wissenschaft 25.10.2026 · 11:30

Sind Windräder gefährlich für Menschen?

In Niederösterreich gibt es aktuell mehr als 800 Windkraftanlagen. Foto: Shutterstock/yut4ta
Immer wieder regt sich im Zuge von Windkraftprojekten erheblicher Widerstand in der Bevölkerung. Warum ist dem so? Und sind Windräder tatsächlich eine Gefahr? Für Christoph Schmidl von der Fachhochschule Wiener Neustadt sind sie jedenfalls „sichtbare Zeichen“ in Richtung klimafreundlicher Energiezukunft.

Viele Vorbehalte gegenüber Windrädern hängen mit Sorgen um das Landschaftsbild oder möglichen Lärmbelastungen zusammen. Dabei spielt auch die persönliche Wahrnehmung eine wichtige Rolle: Was die einen als Symbol für Fortschritt sehen, empfinden andere als störenden Eingriff in ihre gewohnte Umgebung.

Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass bei Einhaltung der geltenden Lärmschutzvorgaben nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand keine unmittelbaren gesundheitlichen Schäden durch den Schall von Windkraftanlagen zu erwarten sind. Moderne Windkraftanlagen sind zudem technisch ausgereift und werden hinsichtlich ihrer Schallentwicklung und Betriebssicherheit laufend überwacht.

Christoph Schmidl, Leiter des Master-Studiengangs Regenerative Energiesysteme & Technisches Energiemanagement an der FH Wr. Neustadt. Foto: Jürgen Pletterbauer/FH Wiener Neustadt

Österreich zählt – auch im internationalen Vergleich – zu den Ländern mit besonders strengen Umwelt- und Sicherheitsauflagen bei der Genehmigung von Windkraftanlagen. Diese Standards gewährleisten ein hohes Maß an Schutz für Mensch und Natur. Wichtig ist dennoch, die Bevölkerung frühzeitig einzubinden, Sorgen ernst zu nehmen und sachlich über mögliche Auswirkungen zu informieren.

Was das Erscheinungsbild betrifft, gilt bekanntlich: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Für mich persönlich sind Windräder sichtbare Zeichen für unseren erfolgreichen Weg hin zu einer klimafreundlichen, unabhängigen Energiezukunft.