Montag, 2. November 2026
Häufiger Schädling 21.10.2026 · 07:00

Warum Stinkwanzen jetzt ins Haus kommen – und wie man sie los wird

Die Marmorierte Baumwanze, besser bekannt als Stinkwanze, sucht zurzeit wieder Schutz in unseren Häusern und Wohnungen. Foto: Shutterstock/Colombe Photographie

Sie suchen Schutz vor der Kälte und landen dabei oft in Wohnungen und Häusern: Marmorierte Baumwanzen sind derzeit wieder verstärkt unterwegs. Warum man die Schädlinge auf keinen Fall zerdrücken sollte.

Ungebetene Mitbewohner haben derzeit viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. An Hauswänden, auf Terrassen und nicht selten auch in Wohnräumen tauchen aktuell wieder die rund 15 Millimeter großen, braun-grau marmorierten Insekten mit ihren auffällig schwarz-weiß gestreiften Fühlern auf. Es handelt sich dabei um die Marmorierte Baumwanze, umgangssprachlich besser bekannt als Stinkwanze.

Der Grund für ihr vermehrtes Auftreten: Mit den sinkenden Temperaturen suchen die Tiere geschützte Winterquartiere. Besonders beliebt sind südseitige Hauswände, Fensterrahmen, Rollladenkästen und Mauerspalten. Durch geöffnete Fenster gelangen die Wanzen mitunter auch in Wohnräume.

Die ursprünglich aus Asien eingeschleppte Art ist mittlerweile in Österreich weit verbreitet. „In Niederösterreich wird sie vor allem in den Gemeinden rund um Wien sowie in städtischen Gebieten beobachtet“, sagt Anna Moyses von der AGES. Verwechselt wird sie mitunter mit der Grünen Reiswanze oder der Amerikanischen Kiefernwanze.

Übel riechendes Sekret als Abwehrmechanismus

Für Menschen und Haustiere sind Stinkwanzen ungefährlich. Zerdrücken sollte man sie trotzdem nicht: Fühlen sie sich bedroht, sondern sie ein unangenehm riechendes Sekret ab, dessen Geruch lange haften bleibt.

Wer eine Wanze in der Wohnung entdeckt, fängt sie am besten mit einem Glas ein und bringt sie wieder ins Freie. Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen helfen dabei, die Tiere gar nicht erst ins Haus zu lassen.

Schädling für Obst und Gemüse

Die Marmorierte Baumwanze ist jedoch nicht nur wegen ihres üblen Geruchs störend. Die AGES stuft sie auch als Schädling ein. Mit ihrem Saugrüssel sticht die Wanze Blätter und Früchte an und kann dadurch Verfärbungen, Verformungen und Ernteausfälle verursachen. Laut AGES sind mehr als 100 Pflanzenarten betroffen. Zu ihren bevorzugten Wirtspflanzen zählen unter anderem Apfel, Birne, Kirsche, Pfirsich, Himbeere, Tomate und Paprika.

Verdachtsfälle: Wer eine verdächtige Wanze entdeckt, kann diese zur Bestimmung an die AGES übermitteln. Weitere Informationen gibt es hier: Pflanzengesundheit Services - AGES.