Montag, 2. November 2026
Rallye 25.10.2026 · 10:00

Vater-Sohn-Duell endet mit Podestplatz für Christoph Zellhofer

Mit dem dritten Gesamtplatz unterstrich Christoph Zellhofer, dass er mit dem Ford Fiesta Rally2 im besser in Fahrt kommt. Foto: Christoph Fessl

Mit einem dritten Gesamtrang von Christoph Zellhofer und starken Leistungen aller Teams beendete ZM Racing die erfolgreichste Saison der Teamgeschichte. Die Herbstrallye Dobersberg bot dabei nicht nur spannende Duelle auf den Sonderprüfungen, sondern auch einen emotionalen Saisonabschluss.

Bei kühlen Temperaturen und schwierigen, teilweise feuchten Bedingungen ging die Saison der Austrian Rallye Challenge bei der Herbstrallye Dobersberg zu Ende. Rund 100 Teams stellten sich den acht Sonderprüfungen über knapp 100 Wertungskilometer. ZM Racing war mit drei Fahrzeugen vertreten und durfte sich zum Saisonabschluss über einen Podestplatz sowie mehrere starke Ergebnisse freuen.

ZM Racing setzt zum Saisonfinale ein Ausrufezeichen

Mit drei Mannschaften war ZM Racing beim Saisonabschluss der Austrian Rallye Challenge in Dobersberg vertreten. Dabei pilotierte Max Zellhofer den Toyota GR Yaris Rally2, mit dem Hermann Neubauer heuer den österreichischen Staatsmeistertitel sowie zuletzt die 3-Städte-Rallye gewann. An seiner Seite saß der Kärntner Gerald Winter. Christoph Zellhofer trat gemeinsam mit der deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Ford Fiesta Rally2 an. Komplettiert wurde das Team durch Gerold Neumayr und Christoph Karl, die ebenfalls mit einem Ford Fiesta R5 unterwegs waren.

Christoph Zellhofer entscheidet Generationenduell für sich

Besonders im Fokus stand das interne Vater-Sohn-Duell zwischen Max und Christoph Zellhofer. Erstmals traten beide Piloten mit Fahrzeugen der Rally2-Kategorie gegeneinander an.

Auf den ersten vier Sonderprüfungen entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch. Sowohl Max als auch Christoph konnten jeweils Bestzeiten im direkten Vergleich erzielen. Am Nachmittag drehte jedoch Christoph Zellhofer auf und war auf allen vier weiteren Prüfungen schneller als sein Vater. Mit einem klaren 6:2-Erfolg im internen Duell sicherte sich der 30-Jährige letztlich den dritten Gesamtrang.

„Ich bin mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden. Vor allem am Nachmittag haben wir gezeigt, dass wir mit der Spitze mithalten können. Natürlich freut es mich auch, das interne Duell gegen meinen Vater gewonnen zu haben. Dieser Podestplatz ist für Anna Maria Seidl und mich ein großartiger Abschluss der Saison. Wie es im kommenden Jahr weitergeht, ist derzeit noch offen“, resümierte Christoph Zellhofer.

Martin Zellhofers Ersteinatz mit dem Toyota GR Yaris Rally2 brachte dem Teamchef wertvolle technische Erkenntnisse . Foto: Daniel Fessl

Platz sechs für Martin Zellhofer im Toyota-Debüt

Max Zellhofer überzeugte vor allem am Vormittag auf dem rutschigen Untergrund mit einer starken Vorstellung. Im weiteren Verlauf der Rallye nahm der 62-Jährige bewusst etwas Tempo heraus, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Diese Strategie zahlte sich aus, am Ende stand Rang sechs in der Gesamtwertung zu Buche.

„Der sechste Platz ist für mich ein schönes Ergebnis. Vielleicht wäre noch etwas mehr möglich gewesen, aber ich wollte kein unnötiges Risiko eingehen. Für mich war es faszinierend, den Toyota GR Yaris Rally2 im Wettbewerbsbetrieb kennenzulernen. Bisher kannte ich das Fahrzeug nur aus der Werkstatt. Dieser Einsatz hat mir nicht nur großen Spaß gemacht, sondern auch wertvolle technische Erkenntnisse gebracht, die für unsere Arbeit als Team nützlich sind", erklärte Max Zellhofer.

Besonders freute sich der Teamchef über das Abschneiden seines Sohnes: „Der dritte Platz von Christoph ist ein großartiger Erfolg, den ich ihm von Herzen gönne. Mein Dank gilt dem gesamten Team, allen Mechanikern, Fahrern und vor allem unseren Sponsoren. Gemeinsam können wir auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison zurückblicken.“

Baumschlager gewinnt Sekundenkrimi um den Rallyesieg

Den Gesamtsieg sicherte sich Rallye-Routinier Raimund Baumschlager gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner im Skoda Fabia RS Rally2. Nach einem spannenden Finale setzte sich das Duo mit nur vier Sekunden Vorsprung gegen die Tschechen Jan Cerny und Jan Hlousek durch.

Hinter den beiden Spitzenfahrern komplettierte Christoph Zellhofer gemeinsam mit Anna Maria Seidl als Dritter das Podium. Max Zellhofer und Gerald Winter belegten Rang sechs und sorgten damit für ein weiteres Spitzenresultat von ZM Racing.

Gerald Bachlers Klassensieg war in keiner Rennphase gefährdet. Foto: Anton Kovacs Archiv

Gerald Bachler feiert souveränen Klassensieg

Für ein weiteres Spitzenergebnis sorgte Gerald Bachler. Mit Rang 15 in der Gesamtwertung behauptete er sich in einem Feld, das von insgesamt 13 RC2-Fahrzeugen geprägt war.

In der Klasse 7.1 dominierte der Lunzer das Geschehen deutlich. Gemeinsam mit Co-Pilot Peter Medinger gewann Bachler mit 17,8 Sekunden Vorsprung auf den deutschen Favoriten Hermann Gassner. Besonders beeindruckend war sein Vorsprung von mehr als einer Minute auf den drittplatzierten Rene Kiehtreiber.

„Es war von der ersten Prüfung an einfach lässig. Ich war erstmals mit Peter Medinger unterwegs und wir haben sofort perfekt harmoniert. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten wir konstant schnelle Zeiten fahren. Wir hatten keinen einzigen Ausrutscher und jederzeit alles unter Kontrolle. Besser hätte die Rallye nicht verlaufen können“, freute sich Bachler.

Race Rent Austria mit starker Mannschaftsleistung

Auch das Team von Race Rent Austria rund um Wolfgang Schmollngruber durfte sich über einen gelungenen Saisonabschluss freuen. Markus Stockinger belegte Rang elf in der Gesamtwertung und gewann die Klasse 8.

In der Klasse 7.1 erreichten Marco Aubrunner den dritten, Christoph Wögerer den vierten, Philipp Haneder den fünften und Alexander Schmollngruber den sechsten Platz. Lediglich Reinhard Frühwald musste seine Rallye nach der fünften Sonderprüfung vorzeitig beenden.