Montag, 2. November 2026
HLA Meisterliga 01.11.2026 · 18:45

Krems schießt sich gegen Linz Frust von der Seele

Sowohl Flügelspieler Maxim Schalles als auch Schlussmann Lukas Domevscek zeigten sich gegen Linz wieder in besserer Form. Foto: Roman Grötz

In Hälfte eins spielte der UHK die Oberösterreicher an die Wand. Im zweiten Durchgang ließ der amtierende Cupsieger nichts mehr anbrennen und holte sich den ersten Heimsieg der Saison.

Die schwachen Ergebnisse und Leistungen der letzten Wochen sorgten vermutlich unter anderem dafür, dass beim Heimspiel gegen Linz in der Kremser Sporthalle deutlich mehr Tribünenplätze frei blieben als gewöhnlich. Den UHK beirrte das aber überhaupt nicht. Erst brachte noch der Ex-Kremser Lucijan Fizuleto Linz in Führung und nach drei Minuten erhöht Elmar Böhm auf 1:3. In der achten Minute gelang Maxim Schalles der Ausgleich, danach spielten sich die Kremser in einen Rausch. Von der zwölften bis in die 23. Minute trafen die Kremser sieben Mal in Folge, während die Linzer nicht einmal den Ball im Netz unter brachen. Marian Teubert stellte schlussendlich auf 13:7.

In Minute 26 erhöhte Schalles in Überzahl aufs leere Tor sogar auf plus acht. In der ersten Hälfte konnte sich auch UHK-Torhüter Lukas Domevscek nach zuletzt schwierigen Wochen einige Male auszeichnen. In die Halbzeitpause ging es mit 18:12. Danach kamen die Linzer etwas ran, Fizuleto verkürzte auf vier Tore Rückstand. Der starke Fabian Hellerschmid, der den verletzten Benedikt Rudischer auf dem linken Flügel ersetzte und aus vielen schnellen Gegenstößen Profit schlug, stellte jedoch sofort wieder auf 21:15.

UHK behält in hitziger Schlussphase die Ruhe

Aufgrund mancher fragwürdiger Schiedsrichter-Entscheidungen sowie billigen Fehler der Hausherren wurde die Partie in der Schlussphase trotz des klaren Vorsprungs der Kremser nochmal hitzig. Vier Minuten vor Schluss verkürzten die Linzer durch Fizuleto auch noch auf minus drei. Ein Doppelschlag des Unterschiedsmachers Luca Munzinger besiegelte jedoch kurz darauf den UHK-Heimsieg. Beim Spielstand von 33:30 ertönte die Schlusssirene. Die Kremser jubelten über den Befreiungsschlag, bleiben jedoch weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nächstes Wochenende ist Länderspielpause, weiter geht es für den UHK am Mittwoch, dem 11. November, um 19 Uhr in Bregenz.

Stimmen zum Spiel:

IbishThaqi, Trainer Krems: „Das tut sehr gut, wir sind schon erleichtert. Vor allem in der ersten Hälfte haben wir es gut gemacht, da können wir sehr zufrieden sein. Wir wollten unbedingt gewinnen, das hat man gesehen. Der Sieg war sehr wichtig, jeden Punkt können wir dringend gebrauchen. Wir dürfen das aber auch nicht überbewerten heute.“Fabian Hellerschmid, Spieler des Spiels Krems: „Endlich haben wir den ersten Heimsieg. Das war echt notwendig. Nach einem schlechten Start und einem unglaublichen Kampf haben wir uns das nicht mehr nehmen lassen. Mit plus acht kurz vor der Halbzeit sind wir einfach drangeblieben. Die Tormänner waren da, die Deckung war da und so hatte jeder seine Aufgabe erledigt und wir können endlich unseren ersten Heimsieg feiern. So machen wir weiter.“Lucijan Fizuleto, Spieler des Spiels Linz: „Wir haben gut angefangen. Die ersten 5 Minuten war super von uns, dann haben wir den Flow aber verloren, wir konnten die klaren Chancen nicht nutzen. Die Kremser haben das natürlich sofort bestraft, haben schnell gespielt und haben die leichten Tore gemacht. Wir haben glaube ich trotzdem einen guten Kampf geliefert. Die Kremser haben aber verdient gewonnen.“

Statistik:

UHK KREMS - HC LINZ 33:30 (18:12).Krems: Domevscek, Höllerer; Alkic (1), Barta, Elverhoy, Funk, Grgic (3), Hasecic, Hellerschmid (5), Paul Hofmann (1), Kastenhuber (1), Munzinger (8), Schalles (6), Max Stradinger (1), Moritz Stradinger, Teubert (7).Linz: Kishou, Zwicklhuber; Bryslawski, Böhm (5), Fizuleto (7), Gregoric, Jaszai (7), Klewein, Mehmedovic (6), Mitterrutzner, Nana Agypaong, Stojanovic (2), Velic (3).Sporthalle Krems, 750 Zuschauer, SR: Anze Kljajic, Alen Markovic.