Montag, 2. November 2026
Plus SV Stockerau vor 14 Stunden

Da platzte selbst dem ruhigen Siebenhandl der Kragen

War stinksauer nach der Langenlebarn-Partie: Stockerau-Trainer Markus Siebenhandl. Foto: Lukas Raich

Stockerau ließ in Langenlebarn erneut Punkte liegen, teils selbstverschuldet, teils aber auch wegen einer - laut Trainer Markus Siebenhandl - inferioren Schiedsrichterleistung. Aus den letzten drei Spielen holte man damit nur einen Punkt.

Normalerweise ist SV Stockerau-Trainer Markus Siebenhandl ruhig und besonnen in seiner Spielanalyse, die Schiedsrichter eher ein Tabuthema. Doch nach der 1:2-Niederlage in Langenlebarn platzte ihm der Kragen: „Ich verstehe nicht, warum der Schiri die Partie mit seinen Fehlentscheidungen so anzündet.“ Drei Situationen regten Siebenhandl ganz besonders auf.

Strittiger Ausgleich

Seine Stockerauer führten 1:0, als kurz nach der Pause ein Langenlebarn-Kicker den Ball klar mit der Hand mitnahm und aus diesem Konter der Ausgleich entstand. „Klar kann man sagen, dass wir auch besser verteidigen können, aber es ändert nichts daran, dass es eine klare Fehlentscheidung war“, zürnt Siebenhandl. Danach wurde es auf dem kleinen Platz immer hitziger, was uns zur zweiten Situation bringt.

Noch strittigere Führung

Die tiefstehenden Hausherren fuhren wieder einen Konter, wieder war dabei die Hand im Spiel. Dann blockte Markus Wild einen Schuss mit der Schulter und der Mann in Schwarz gab - erraten - Elfmeter wegen Handspiels. „Da fehlen einem dann die Worte. Wenn der Schiri nicht sicher ist, soll er gar nicht pfeifen.“ Den resultierenden Strafstoß verwandelte Langenlebarn zum 2:1-Endstand. Wenig verwunderlich wurde es noch hitziger, was zu Situation Nummer drei führte.

Und ein böses Foul

Ein SVL-Kicker rutschte Niklas Radwanovsky mit vollem Tempo von der Seite in den Standfuß - und der Unparteiische gab zur Verwunderung aller nur Gelb. „Wenn wir Freiwild sein sollen, dann okay. Aber er hat generell keine klare Linie gehabt“, fand Siebenhandl.

Allerdings - und so ehrlich bzw. selbstkritisch ist der Trainer schon - war es trotzdem ein Selbstfaller der Weinviertler: „Wir hatten alles im Griff, waren eine Stunde die klar bessere und dominante Mannschaft mit genug Chancen, um den Sack früher zuzumachen.“

Damit bleibt der Bezirk Tulln weiter kein guter Boden für die Stockerauer, nach der Niederlage in Tulln - samt einer nicht gerade berauschenden Schiri-Leistung - gab es nun eine Pleite in Langenlebarn. Diese tut Siebenhandl aber noch viel mehr weh, „weil ich eigentlich nicht verstehe, weshalb wir diese Partie verloren haben.“