„Für Julian“: Skerbinz sorgt in Dakar für Sensation
Nina Skerbinz aus Markgrafneusiedl startet mit zwei Siegen in die Olympischen Jugendspiele. Den überraschenden Erfolg gegen die Nummer fünf des Turniers widmete die 17-Jährige ihrem mit nur elf Jahren verstorbenen Teamkollegen Julian Luginger.
Welch ein Auftakt! Nina Skerbinz hat bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar einen Traumstart hingelegt. Die 17-Jährige aus Markgrafneusiedl gewann ihre ersten beiden Gruppenspiele und sorgte dabei gegen die Nummer fünf des Turniers für eine Überraschung.
Zum Auftakt ließ die Niederösterreicherin Karolayn Maldonado aus Ecuador keine Chance. Nach nur 18 Minuten stand der 3:0-Erfolg (11:4, 11:5, 11:6) fest. Wesentlich höher einzustufen war allerdings Skerbinz' Auftritt gegen die an Nummer fünf gesetzte Min-Hsin Chen aus Taiwan. Auch gegen die Favoritin gab sie keinen Satz ab und setzte sich mit 12:10, 12:10 und 11:9 durch.
„Vielleicht war es ein Vorteil, dass ich die Außenseiterin war. Ich hatte im Unterschied zu Chen nichts zu verlieren“, meinte Skerbinz. Besonders der umkämpfte erste Satz gab ihr Rückenwind. „Dass ich den nach Hause gebracht habe, hat mir ein richtig gutes Gefühl gegeben und den Druck auf meine Gegnerin noch einmal erhöht.“
Von den Fans lautstark angefeuert
Rückhalt bekam Skerbinz auch von den Rängen. Gemeinsam mit dem österreichischen Team feuerten senegalesische Zuschauer die 17-Jährige mit „Allez, Nina!“-Rufen an. „Die Stimmung war sensationell, das kennt man normalerweise so nicht“, freute sich Skerbinz, die sich anschließend mit Selfies und Pins bei ihren neuen Fans bedankte.
Nach dem sportlichen Jubel wurde es in der Mixed-Zone emotional. Skerbinz widmete den überraschenden Erfolg ihrem oberösterreichischen Teamkollegen Julian Luginger, der im Alter von nur elf Jahren verstorben ist. „Ich hoffe, dass ich hier noch einige Spiele für ihn gewinnen kann!“
Mit zwei Siegen hat die EYOF-Goldmedaillengewinnerin von 2025 nun beste Chancen auf den Gruppensieg. Im abschließenden Duell wartet Andreea Baiasu. Rang eins wäre für Skerbinz auch mit Blick auf die Auslosung und den weiteren Turnierverlauf von großer Bedeutung.