Montag, 2. November 2026
NÖN-Talente 01.11.2026 · 20:00

Beim Grusel-Viertelfinale war nur das Datum schaurig

Sie sind weiter: Adrian Weinzettl, Veronika Staykov mit Marija Despotovic, Cani, Talente-Mastermind Andy Marek, Stefanie Grosz, Martin Collide, Lena Sommer und Paula Bresnik. Foto: Claudia Wagner

Halloween war kein schlechtes Omen: Sieben stimmgewaltige Acts schafften den Aufstieg ins Halbfinale. Sie stehen nun vor dem nächsten Schicksalsdatum: Freitag, dem 13.

Gar so verflixt war die Unglückszahl „Sieben“ beim großen Weinviertelfinale von „Die NÖN sucht das größte Talent“ in der Tullner Rosenarcade nicht. Im Gegenteil: Weil auf Platz sechs Gleichstand herrschte, nahm Mastermind Andy Marek gleich sieben - und nicht wie eigentlich geplant sechs - Acts mit ins Halbfinale. Das findet am Freitag, 13. November, in Hollabrunn statt. Nach dem 31. Oktober das nächste Grusel-Datum. Aber die sieben frischgebackenen Halbfinalistinnen und -finalisten haben bewiesen: Das bringt Glück!

Zwei Eigenkompositionen über Leben und Liebe

„Weiter in die nächste Runde“: Die erlösenden Worte hörte Martin Collide (39) aus Spillern als erster der 14 Kandidatinnen und Kandidaten. Collide, der im Personalbereich tätig ist und außerdem Reden für Trauungen und Begräbnisse hält, präsentierte sich mit Gitarre und einem selbst geschriebenen Lied „Synchronicities“. Ein lässiger Hit über das Leben. „Wenn man offen ist, wenn man im Moment lebt, wenn man bei sich bleibt, dann passieren ganz viele gute Dinge“, erklärte der Songwriter die Inspiration.

Martin Collide (39) aus Spillern. Foto: Claudia Wagner

Ebenfalls auf eine Eigenkomposition setzte Veronika Staykov. Die 19-jährige Wienerin besingt in „High School Romance“ die vermeintlich große Jugendliebe, die aber meist nicht von Dauer ist. Staykov studiert Wirtschaft und Komposition, ihr großes Ziel: „dass ich meine Musik der Welt zeige und ein möglichst großes Publikum erreiche“.

Veronika Staykov (19) aus Wien am Keyboard, begleitet von Marija Despotovic an der Gitarre. Foto: Claudia Wagner

Auf den Spuren von Elisabeth und Arielle

Mit einem absoluten Klassiker konnte Paula Bresnik aus Innermanzing überzeugen: Die 25-jährige Musicaldarstellerin sorgte mit der Ballade „Ich gehör nur mir“ aus „Elisabeth“ für Gänsehautmomente. Ihre Liebe zur Bühne entdeckte sie bereits in der Unterstufe beim Schultheater und in der Schulband. Musical ist bis heute ihr Lieblingsgenre, auch wenn sie schmunzelnd zugibt, dass das Textlernen nicht gerade zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählt.

Paula Bresnik (25) aus Innermanzing. Foto: Claudia Wagner

Eine - etwas andere - Prinzessin brachte Stefanie Grosz (39) auf die Bühne: nämlich Meerjungfrau „Arielle“. Mit „Ein Mensch zu sein“ probierte die Ebergassingerin erneut ihr Glück. Denn schon im Vorjahr wollte sie an der Talentesuche teilnehmen, musste aber wegen Krankheit absagen. Also: Aller guten Dinge sind zwei.

Stefanie Grosz (39) aus Ebergassing. Foto: Claudia Wagner

Große Namen: JJ, Lady Gaga und Adele

Für einen beeindruckenden Auftritt sorgte der zwölfjährige Adrian Weinzettl aus Maria Ellend. Der Schüler des Sacré Coeur Wien-Rennweg begann seine musikalische Laufbahn am Klavier. Beim Weinviertelfinale fegte er das Publikum aber mit seiner Stimmgewalt fast von den Sitzen: Er sang „Wasted Love“ von Songcontest-Sieger „JJ“. Ein anspruchsvoller Titel! Der jüngste Starter der Show meisterte die Herausforderung jedoch mit Bravour.

Adrian Weinzettl (12) aus Maria Ellend. Foto: Claudia Wagner

Auch sie wagte sich an ein schwieriges Lied: Lena Sommer aus Sommerein, Elementarpädagogin in Ausbildung, performte „Always Remember Us This Way“ von Lady Gaga. Die 18-Jährige war die allererste Kandidatin, die bei der heurigen Staffel der Talentesuche beim Casting auftrat. Ihre Reise geht nun beim Halbfinale in Hollabrunn weiter.

Lena Sommer (18) aus Sommerein. Foto: Claudia Wagner

Dort wird auch Cani (19) aus Purkersdorf auftreten. Für die angehende Pflegeassistentin, ihr Künstlername heißt übersetzt „Die alles viel Geliebte“, führte Startnummer fünf direkt zu „007“ . Mit „Adeles“ Power-Ballade „Skyfall“ begab sie sich auf die Spuren von James Bond.

Cani (19) aus Purkersdorf. Foto: Claudia Wagner
Ihre Wertung machte 60 Prozent aus: Beim Weinviertelfinale in Tulln bildeten Heimo Turin, Christian Terzinsky, Sabine Marek, Doris Paschinger, Joachim Kahl und Stefan Eigner die Jury. Die restlichen 40 Prozent entschied das Publikum, 4.212 Anrufe wurden gezählt. Foto: Claudia Wagner

„Viele Besucherinnen und Besucher, 14 richtig gute Kandidatinnen und Kandidaten, lässige Location und tolles Publikum“, so bilanzierte Talente-Mastermind Andy Marek das Viertelfinale in Tulln. Und: „Wir freuen uns, wenn wir bald wieder nach Tulln kommen!“ Darauf muss weder der Juror lange warten, noch müssen es die Fans. Zumindest was den Bezirk angeht: Denn das große Finale der NÖN-Talentesuche findet am Samstag, 28. November, im Haus der Musik in Grafenwörth statt.

Die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten: Für sie war im Viertelfinale Schluss