Mentalität als erstes Signal: Steiner sieht FCK auf dem richtigen Weg
Klosterneuburgs Interimstrainer Hannes Steiner zeigte sich nach der ersten Trainingswoche hochzufrieden mit der Einstellung und der Performance seiner Mannschaft.
Die 0:2-Niederlage gegen Tulln brachte dem FC Klosterneuburg zwar keine Punkte ein, sehr wohl aber neue Zuversicht. Nach turbulenten Wochen präsentierte sich der FCK gegen den Tabellenführer als unangenehmer Gegner, hielt die Partie lange offen und lieferte unter Interims-Trainer Hannes Steiner einen Auftritt ab, der im Lager der Gastgeber Mut macht.
Vor allem die Art und Weise gefiel dem neuen Coach. „Die Mannschaft hat eine extrem starke Mentalität gezeigt und die taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt“, sagt Steiner. Dass nach dem Schlusspfiff trotz der Niederlage keine gedrückte Stimmung herrschte, überraschte ihn nicht: „Natürlich willst du immer gewinnen oder Punkte mitnehmen. Aber in der Kabine war trotzdem eine positive Stimmung zu spüren. Die Jungs haben gewusst, was sie an diesem Abend geleistet haben.“
Dabei hatte Steiner in seiner ersten Trainingswoche bewusst nicht nur an taktischen Details gearbeitet. Vor dem Derby gegen Tulln richtete er eine klare Botschaft an seine Mannschaft.
„Ich habe den Jungs erklärt, dass wir gegen Tulln nicht nur am Ergebnis gemessen werden. Mir war wichtig, dass sie den Zuschauern und auch sich selbst zeigen, dass diese Mannschaft lebt und bereit ist, alles zu geben“, erzählt der Interims-Coach. „Wie gut sie das umgesetzt haben, hat mich sehr stolz gemacht.“
Intensive erste Woche
Die Voraussetzungen waren alles andere als einfach. Nach einer ausführlichen Besprechung und einer langen Einheit zum Wochenstart zog Steiner die Intensität im Training spürbar an.
„Es war eine sehr intensive Woche und teilweise schon eine Gratwanderung. Die Mannschaft hat aber hervorragend mitgezogen“, berichtet er. Umso erfreulicher sei für ihn gewesen, dass sein Team im Spiel dennoch frisch wirkte. „Die Spieler waren spritzig, zweikampfstark und bereit, füreinander zu arbeiten. Ich glaube, dass uns die Trainingssteuerung insgesamt gut gelungen ist.“
Die Leistung gegen den Ligaprimus soll nun als Grundlage für die kommenden Aufgaben dienen. Auch wenn die Tabelle weiterhin wenig Spielraum für Fehler lässt, war gegen Tulln erstmals erkennbar, in welche Richtung Steiner die Mannschaft entwickeln möchte.
Sorge um Pertl
Einen Dämpfer gab es allerdings doch. Philip Pertl, der in der 75. Minute eingewechselt worden war, musste nach nur elf Minuten wieder vom Feld. Er verdrehte sich in einem Zweikampf das Knie und wurde anschließend ins Spital gebracht.
Aktuell besteht der Verdacht auf eine Verletzung am Meniskus, ein MRT soll eine genauere Diagnose bringen, steht aber noch aus.