Nächste Pirkner-Show bringt Haitzendorf den Herbstmeistertitel
Franz Aschauer2. Landesliga West
Rudi Pirkner (Zweiter von rechts) agiert seit Wochen in Topform. Foto: Matthias Reisinger
Der Tabellenführer fegte Würmla vom Rasen und durfte anschließend feiern. Matchwinner war einmal mehr Überflieger Rudi Pirkner mit drei Torbeteiligungen.
Haitzendorf - Würmla 4:1 (2:0). Eine wirkungsvollere Motivationsspritze hätte Haitzendorf kaum bekommen können. Durch das Remis von Waidhofen/Ybbs am frühen Samstagnachmittag in Oed/Zeillern ergab sich für den Tabellenführer rund eine Stunde später die Möglichkeit, mit einem Sieg über Würmla frühzeitig den Herbstmeistertitel einzusacken.
Es dauerte nicht lange, bis Haitzendorf die Weichen in genau diese Richtung stellte. Michael Grünberger köpfelte die Heimischen nach einer Flanke von Raul Galván in Minute zwölf in Front. Auch die nächste Topchance gehörte den Gastgebern. Würmla-Keeper Niklas Kriz verschätzte sich bei einem langen Ball, was Fabian Polland eine hervorragende Abschlussposition verschaffte. Der Sommerneuzugang fackelte nicht lange, doch ein gegnerischer Verteidiger klärte für seinen bereits geschlagenen Schlussmann grob handspielverdächtig vor der Linie. Referee Tomasz Romaniuk ließ weiterspielen.
Pirkner-Solo und Nestler-Kracher
Fünf Minuten später gab Würmla erstmals eine Duftmarke im gegnerischen Strafraum ab. Patrick Mijatovic kam nach einer Hereingabe von der rechten Seite zu einer Doppelchance, fand jedoch beide Male im aufmerksamen Haitzendorfer Torhüter Moritz Munk seinen Meister. Der Schlusspunkt im ersten Durchgang war dann den Hausherren vorbehalten. Rudi Pirkner setzte kurz vor dem Pausenpfiff auf der linken Seite zu einem 50-Meter-Sololauf an, behielt dabei die Übersicht und legte quer auf Stefan Nestler, der sich aus knapp 20 Metern ein Herz nahm und den Ball ins linke Eck nagelte. Ein Tor zum Zungeschnalzen.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich Haitzendorfs mit Abstand bester Saisontorschütze Pirkner in Spiellaune. In Minute 56 konnte Würmla-Schlussmann Kriz seinen Distanzschuss nur nach vorne klatschen lassen, wodurch der 22-Jährige aus geringerer Entfernung eine zweite Chance bekam und diesmal trocken verwertete. Auf der gegenüberliegenden Seite hatte kurze Zeit später Patrick Mijatovic bei einem sehenswerten Fernschuss an den linken Pfosten Pech.
Mijatovic gelingt der Ehrentreffer
Die Haitzendorfer Antwort auf den Wachrüttler folgte prompt. Und wieder stand Pirkner im Mittelpunkt. Der Flügelspieler ergatterte an der Strafraumgrenze den Ball, zog Richtung Mitte und vollstreckte kaltblütig per Flachschuss ins linke Eck. Damit war die Partie endgültig entschieden, Würmla war aber zumindest noch der Ehrentreffer vergönnt. Der umtriebige Patrick Mijatovic köpfelte nach einer Lahsnig-Flanke von der rechten Seite aus kurzer Distanz ein.
Haitzendorf hätte seinerseits durchaus noch den einen oder anderen Treffer nachlegen können. Die größte Chance ließ der eingewechselte Michael Wildpert in Minute 86 im Eins-gegen-Eins-Duell mit Kriz liegen. Sein Flachschuss ging knapp am rechten Eck vorbei.
Mit sechs Punkten Vorsprung auf Waidhofen/Ybbs und Eggenburg sind die Kamptaler nicht mehr von der Spitze zu verdrängen, weil beide direkten Duelle zu ihren Gunsten ausgingen. In den letzten zwei Runden des Jahres geht es für den Ligakrösus darum, ungeschlagen in die Winterpause zu kommen. Spannung verspricht vor allem das Gastspiel bei den aktuell bärenstarken Hainfeldern am kommenden Samstag.
Stimmen zum Spiel
Alfred Traht, Sportlicher Leiter SV Haitzendorf: „Wir haben zwei super Tore gemacht. Würmla war nicht schlecht, aber sie waren nicht effizient. Unser Keeper hat zum Glück die eine oder andere Chance vereitelt. Über das ganze Match gesehen war es ein verdienter Erfolg, weil wir die besseren Möglichkeiten vorgefunden haben. Wir sind überglücklich.“Mario Handl, Trainer, SV Würmla: „In Hälfte eins konnten wir durchaus mithalten, da hatten wir gar die Doppelchance auszugleichen. Mit dem 2:0 war aber dann die Messe gesungen. In Halbzeit zwei setzte sich die individuelle Klasse eines Pirkners durch, die Unterschiedsspieler machten dann wirklich den Unterschied aus - dieses Team steht zu Recht ganz vorne.“