Oed knöpft dem Favoriten einen Punkt ab
Oed erkämpft in Unterzahl einen wichtigen Punkt. Waidhofen lässt einige Chancen aus, bleibt unter Normalform und trauert dem Sieg hinterher.
Oed/Z. - Waidhofen/Y. 1:1 (1:1). „Das sind ganz klar zwei verlorene Punkte für uns. Wir hatten in den ersten fünfzehn Minuten zwei bis drei sehr gute Möglichkeiten, hätten schon vor unserem Führungstor führen müssen. Insgesamt waren wir in diesem Match zu wenig auf den Endzweck fokussiert und haben zu viel in die Breite gespielt. In Sachen Ballbesitz waren wir überlegen, aber die Effizienz lies heute eindeutig zu wünschen übrig“, zeigt sich Waidhofen-Trainer Nico Saric vom Ausgang des Mostviertelderbys enttäuscht.Die Gäste erwischen den besseren Start in dieses Spiel. Bei einem Stangler durch Sebastian Teufel rutschen die Stürmer aber knapp am Ball vorbei. Auch Niklas Schweighuber und Michael Albai bringen das Leder nicht im Tor unter. So dauert es eine knappe halbe Stunde, ehe Florian Schleindlhuber der Führungstreffer für die Gäste gelingt. Nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld ist er in der 28. Minute per Kopf zur Stelle. Oed hatte in der ersten Halbzeit zunächst die gefährlichste Aktion nach einem Corner. Aber ein Jerabek-Kopfball prallt von der Latte zurück. Knapp vor dem Pausenpfiff ist es dann aber so weit. Alexander Steinkoglers Schuss wird noch leicht abgefälscht. 60 Sekunden vor Ende von Durchgang eins stellt er auf 1:1.
Im zweiten Durchgang wenig Änderung im Gesamtbild. Waidhofen ist bemüht, kann aber da Plus an Ballbesitz nicht in Tore ummünzen. Oed konzentriert sich auf die Abwehrarbeit, hat damit auch Erfolg.
Nach 70 Minuten musste das Heimteam jedoch in Unterzahl weiterspielen. Klemens Pesek sah nach einer Unsportlichkeit die Ampelkarte und Trainer Thomas Engelmaier, der die Karte hinterfragte, sah ebenfalls die zweite Gelbe Karte (Kritik), in Durchgang eins war er bereits nach einer halben Stunde wegen Kritik verwarnt worden.
Ein paar wird es noch brenzlig für Oed. Ein Treffer durch Niklas Schweighuber wird wegen Foul am Torhüter nicht anerkannt („Da hat der Tormann aber den Ball noch einmal fallenlassen, das war eher nicht als Foul zu werten“, so Saric), Elias Huber scheitert am Lattenkreuz, der Ball springt wieder auf das Feld zurück. Und beim letzten Corner für die Gäste stand nach einem Hinterberger-Schuss auch ein Handspiel eines Verteidigers im Raum. Es bleibt nach 90 Minuten aber bei der Punkteteilung.
Leopold Mühlböck, Sportlicher Leiter USV Oed/Z.: „Ein verdienter Punkt, wenn auch etwas glücklich. Waidhofen war spielerisch besser und hatte die eine oder andere Tormöglichkeit mehr, aber auch wir hatten durch den Lattenkopfball von Jerabek und dem Nachschuss eine Topmöglichkeit auf mehr. Die zwei Gelb-Roten Karten gegen unseren Trainer und Klemens Pesek waren einer mehr als bescheidenen Schiedsrichterleistung geschuldet.“