Montag, 2. November 2026
Plus Zwei Tore als Joker vor 2 Stunden

Saritas ist Waidhofens Ass im Ärmel

Deniz Saritas: Derzeit stellt Waidhofens Routinier seine Wichtigkeit bei Kurzeinsätzen unter Beweis. Foto: Nikolai Dangl

Beim 3:2-Auswärtssieg in Langenlois drehte der 29-jährige Routinier als Joker die Partie beinahe im Alleingang. Im Frühjahr könnte er für Waidhofen noch ganz wichtig werden.

Es gibt Einwechslungen, die einem Spiel eine völlig neue Richtung geben. Jene von Deniz Saritas beim Auswärtsspiel in Langenlois war eine davon. Waidhofen lag bereits mit 0:2 zurück, als der Routinier in der 70. Minute ins Spiel kam. Nur drei Minuten später war die Partie wieder völlig offen: Zunächst verkürzte Robin Spielhofer in Minute 71, ehe Saritas mit einem sehenswerten Schlenzer für den 2:2-Ausgleich sorgte.

Doch damit nicht genug: In der 90. Minute schlug Saritas erneut zu und schoss Waidhofen mit seinem zweiten Treffer zum viel umjubelten 3:2-Auswärtssieg. Ein Joker-Einsatz, wie er im Fußballbuch steht.

Waidhofens Trainer Bachhofner-Wurm hob nach dem spektakulären Comeback vor allem die Einstellung seiner Mannschaft hervor: „Ich muss meiner Mannschaft hoch anrechnen, welchen Charakter sie gezeigt hat. Sie hat nie aufgegeben, auch nach dem 0:2 nicht.“ Dass er mit Saritas einen Spieler dieser Qualität von der Bank bringen könne, sei natürlich ein Vorteil. Gleichzeitig stellte der Coach klar: „Aber nicht nur er hat uns das Spiel gewonnen – sondern die gesamte Mannschaft.“

Im Frühjahr soll der Routinier zum Trumpf werden

Dass Saritas überhaupt erst in der Schlussphase als Joker zur Verfügung steht, hat einen Hintergrund: Aufgrund einer Operation konnte der Offensivspieler fast das gesamte Jahr über kein Spiel bestreiten. Erst seit einigen Runden ist er wieder dabei und sammelt als Edeljoker Einsatzminuten.

An seiner Rolle wird sich in den verbleibenden beiden Herbstspielen voraussichtlich auch nichts mehr ändern. „Ich denke, dass er uns mehr hilft, wenn ich ihn bringen kann, wenn der Gegner schon etwas müde ist“, erklärt Bachhofner-Wurm.

Die eigentliche Hoffnung liegt ohnehin auf dem Frühjahr. „Bleibt Deniz fit und absolviert die Wintervorbereitung, würden wir in der Rückrunde einen echten Unterschiedsspieler dazubekommen“, blickt der Trainer voraus.