St. Pölten fängt sich in Graz Hunderter
Ersatzgeschwächt ging es für die Wölfe in die Steiermark. Eine passable Leistung in der Offensive reichte nicht zur Überraschung. Denn Graz hatte das Visier zu gut eingestellt. Drei Debütanten beim SKN.
Graz - St. Pölten 105:83. Die Gäste, nach einer Krankheitswelle ohne Matip und den noch nicht fitten Bulic, hatten in allen vier Vierteln das Nachsehen. In den ersten Minuten begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, der SKN lag in Minute sechs mit 11:9 voran. 1/7 vom Dreier brachten den Wölfen aber einen 19:24-Rückstand nach dem ersten Abschnitt ein. Stark: Smith mit neun Punkten.Im zweiten Viertel hatte St. Pölten in Minute 14 wieder knapp die Nase vorne: 29:28. Die Antwort der Grazer fiel deftig aus: 10:0. Zur Pause standen nur 4/20 von der Dreierlinie in der SKN-Statistik. So lagen die Gäste zweistellig hinten (35:45).
Endgültige Entscheidung erst im vierten Viertel
In der zweiten Halbzeit geigte Graz offensiv so richtig auf und zauberte 60 Punkte (29/31 in den Vierteln) aufs Parkett. Im dritten Abschnitt bot St. Pölten mit 27 Zählern Paroli. Bergström legte nach neun Punkten im zweiten, noch acht im dritten Viertel nach. Bates zeigte in dieser Periode mit zehn Punkten auf. Der Rückstand nach 30 Minuten betrug „nur“ zwölf Zähler (62:74).
Ein 7:0 im Schlussviertel machte für Graz dann aber alles klar. Da halfen auch zwölf Smith-Punkte für den SKN nichts mehr. Der SKN fing sich sogar noch den Hunderter. Eine Premiere in dieser Saison, 90 (Traiskirchen) waren bislang das Höchste aller (negativen) Gefühle.
Zwei Debütanten scorten gleich
Headcoach Milosevic brachte mit Kouakou, Muschik und Nitzsche auch drei junge Debütanten. Die beiden Erstgenannten scorten sogar jeweils sechs Punkte. Auch Hinterhofer, der in der Runde davor gegen Oberwart debütierte, scorte zum ersten Mal.
St. Pölten warf aus der Distanz zehn Würfe mehr als Graz, traf aber einmal weniger (10/37 vs. 11/27). Auch vom Zweier zeigten sich die Steirer treffsicherer, warfen einmal weniger, trafen aber sieben Würfe mehr (28/42 vs. 21/43). Gut: Dem SKN unterliefen nur neun Ballverluste (Graz: 17).