Montag, 2. November 2026
Plus Handball vor 10 Stunden

Falken siegen klar, St. Pöltens Frauen bleiben punktelos

Nach diesem Foul an sich spielte Falken-MVP Jan Neumaier weiter und verlor danach aufgrund von Schritten den Ball. Kurz darauf wurde auch ein Offensivfoul von Nils Moser geahndet und der Vorsprung schmolz ein letztes Mal auf zwei Tore in dieser Partie. Foto: Claus Stumpfer

Während die Falken St. Pölten in der HLA-Challenge Ost gegen die zweite Mannschaft der Fivers einen verdienten Heimsieg feierten, mussten die Frauen der Union St. Pölten in der WHA-Meisterliga gegen Atzgersdorf die nächste Niederlage hinnehmen.

Die Falken St. Pölten empfingen in der HLA-Challenge Ost den HC Fivers WAT Margareten II zum Auftakt eines Handball-Doubleheaders im Sportzentrum NÖ. Vor heimischem Publikum setzten sich die Gastgeber nach einer starken Leistung mit 39:34 durch und sicherten sich einen verdienten Erfolg.

Die Mannschaft von Trainer Damir Djukic erwischte einen gelungenen Start und ging rasch mit 4:2 in Führung. Entscheidend war, dass es gelang, das sonst gefürchtete Tempospiel der Wiener weitgehend zu unterbinden. Nach einem zwischenzeitlichen 8:8 in der 13. Minute entwickelte sich in weiterer Folge ein ausgeglichenes Spiel. „In dieser Phase haben wir zu viele Chancen liegengelassen“, sagt Djukic.

Starke Defensive als Schlüssel

Bis zum 13:13 verlief die Partie auf Augenhöhe. Danach sorgten die Falken mit konsequentem Kreisspiel und einer stabilen Abwehr rund um Martin Zettel für die erste deutlichere Führung. Drei Treffer in Serie bedeuteten das 16:13.

Als die Gäste noch einmal auf 17:16 verkürzten, reagierte Djukic mit einem Time-out. Die Maßnahme zeigte Wirkung: Bis zur Pause bauten die St. Pöltner ihren Vorsprung wieder aus und gingen mit einer 23:19-Führung in die Kabine.

Falken behalten Kontrolle

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Hausherren weiterhin das Geschehen. Die Fivers II leisteten sich ungewohnt viele technische Fehler, während Omar Fakhouri im St. Pöltner Tor immer stärker wurde. Zudem übernahm Jan Neumaier in wichtigen Situationen Verantwortung und hielt den Vorsprung konstant bei drei bis fünf Treffern.

Nur einmal kamen die Wiener noch auf zwei Tore heran, weil einmal Neumaier nach einem Foul gegen sich weiterspielte und Schritte machte, und gleich darauf auch ein Angriffsfoul gegen Nils Moser gegeben wurde. „Wir haben in diesem Spiel aber sonst Eigenfehler gut vermieden“, lobt Djukic. Und die Falken ließen sich durch diese zwei Aktionen nicht aus dem Konzept bringen. Nach einer weiteren Auszeit sorgte Jakob Tiefenbacher mit drei Treffern binnen fünf Minuten für die Vorentscheidung. Auch eine offensivere Verteidigung der Gäste brachte keine Wende mehr.

Neumaier als wertvollster Spieler

Spätestens nach einem sehenswerten Flügeltor von Jan Hübner war der Widerstand der Wiener gebrochen. Die Falken brachten den Vorsprung souverän über die Zeit und setzten sich verdient mit 39:34 durch.

Erfolgreichste Werfer der St. Pöltner waren Jan Neumaier und Jakob Tiefenbacher mit jeweils sieben Treffern. Neumaier wurde zudem zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt. Matthias Bruckner erzielte acht Tore und ein ebenfalls gut aufgelegter Johannes Kral steuerte sechs Treffer bei. „Die Wurfeffizienz hat bei uns allen endlich einmal gepasst“, fand Bruckner. Auffälligster Akteuer der Fivers II war Tobias Pieber mit sieben Toren.

Die MVP's Jan Neumaier (r.) und Tobias Pieber erzielten jeweils sieben Tore. Falken-Vorstand Harald Weiser gratulierte den beiden wertvollsten Spielern. Foto: Claus Stumpfer

Weiter geht es in der HLA-Challenge Ost erst wieder in zwei Wochen. Am 15. November empfangen die Falken um 17 Uhr den UHC busta Eggenburg.

Frauen halten lange gut mit

Im Abendspiel der WHA-Meisterliga traf die Union St. Pölten auf MADx WAT Atzgersdorf. Gegen eines der Spitzenteams der Liga präsentierten sich die Gastgeberinnen zunächst deutlich stärker, als es die Tabellensituation vermuten ließ.

Die noch punktelose Mannschaft von Michael Fázik hielt die Begegnung über weite Strecken der ersten Halbzeit offen und ließ die Gäste nicht entscheidend davonziehen. Immer wieder gelang es, den Rückstand zu verkürzen. Zur Pause lag St. Pölten mit 9:14 zurück.

Atzgersdorf setzt sich klar durch

Nach dem Seitenwechsel machte die individuelle Qualität der Favoritinnen aber den Unterschied. Atzgersdorf baute den Vorsprung kontinuierlich aus und kontrollierte die Partie zunehmend.

In der Schlussphase fanden die St. Pöltnerinnen kaum noch Mittel gegen die Gäste. Atzgersdorf setzte sich schließlich deutlich mit 31:17 durch und zog in der Tabelle dank der nun besseren Tordifferenz (+53) an den punktegleichen Tullnerinnen und Füchsinnen vorbei auf den zweiten Tabellenplatz hinter Hypo NÖ.

Lilla Pint feierte Comeback

Erfreulich war das Comeback von Lilla Pint. Die St. Pöltnerin kehrte mach langer Verletzungspause aufss Spielfeld zurück und konnte bei ihrem ersten Einsatz nach der Pause auch gleich einen Treffer erzielen. „Für mich persönlich war es natürlich besonders schön, endlich wieder gemeinsam mit den Mädels auf dem Spielfeld zu stehen“, meinte sie. Die Niederlage gegen Atzgersdorf war auch von ihr erwartet worden. „Für uns geht es darum, aus solchen Spielen zu lernen und uns als Mannschaft weiterzuentwickeln.“ Gerade zu Beginn habe die Mannschaft aber gezeigt, dass sie durchaus mithalten könne.

Lilla Pint kehrte nach ihrer langen verletzungspause gegen Atzgersdorf auf die Platte zurück. Foto: Jürgen Durl

Überragende Werferin der Siegerinnen war Anabel Cosic mit zehn Treffern. Ines Mustedanagic steuerte sechs Tore bei. Bei der Union St. Pölten war Anna Gwis mit sechs Treffern die erfolgreichste Torschützin.

Anabel Cosic und Anna Gwis waren die weertvollsten Spielerinnen ihrer Teams. Dazu gratulierte auch Sportstadtrat Ali Firat, der die Patronanz übernommen hatte. Foto: Jürgen Durl

St. Pöltnerinnen bitten zum Derby

Weiter geht es in der WHA-Meisterliga für die St. Pöltnerinnen am Samstag um 18 Uhr in der Prandteuerhalle gegen roomz JAGS WVB.