Montag, 2. November 2026
Plus Nicht zu bremsen 27.10.2026 · 12:15

Haitzendorf marschiert mit Volldampf Richtung Herbstmeistertitel

Spielmacher Stefan Nestler (im Vordergrund) durfte in Waidhofen über Saisontreffer Nummer sieben jubeln. Foto: Matthias Reisinger

Auch der erste Verfolger Waidhofen/Ybbs hatte dem Tabellenführer nichts entgegenzusetzen. Entscheidende Faktoren für den Erfolgslauf: Die brachiale offensive Qualität und die Luxus-Ersatzbank.

Wer soll den SV Haitzendorf noch stoppen? Diese Frage stellt sich nach dem 4:1-Sieg gegen Waidhofen/Ybbs. Der Ligakrösus agierte im Gipfeltreffen der 2. Landesliga West zu souverän und abgeklärt für den unmittelbaren Verfolger, wie auch dessen Trainer Niko Saric einräumte: „Haitzendorf ist das beste Team, gegen das wir bisher gespielt haben. Für uns war das eine Lernphase.“ Die nach wie vor ungeschlagenen Kamptaler ließen den Ball trotz des katastrophalen Untergrunds gut laufen und spielten den Kontrahenten streckenweise an die Wand.

Gratulationen zum Herbstmeistertitel will der Sportliche Leiter Alfred Traht bei drei ausständigen Spielen und vier Punkten Vorsprung trotzdem nicht annehmen: „Das ist noch zu früh. Wir haben mit Würmla, Hainfeld und Waidhofen drei schwere Gegner vor der Brust.“ Dass seine Mannschaft spätestens jetzt der ganz klare Meisterfavorit ist, ist aber natürlich auch Traht bewusst. Entscheidend sei es nun, den Fokus zu wahren: „Wenn wir mit derselben Einstellung wie in Waidhofen ans Werk gehen, dann wird es schon schwer, dass man uns schlagt.“

Gleich mehrere Spieler können zweistellig treffen

Haitzendorfs großer Trumpf ist wie schon in vergangenen Saisonen die brachiale offensive Qualität. Einer Vielzahl von Spielern ist durchaus in der Lage, auf zehn oder mehr Tore zu kommen. Der seit Wochen überragende Rudolf Pirkner hat diese Marke schon überschritten. In seiner früheren sportlichen Heimat Waidhofen traf der junge Flügelspieler im zwölften Bewerbsspiel zum zwölften Mal.

Herausragend ist auch das Material, das Trainer Andreas Gutlederer von der Ersatzbank nachschießen kann. Florian Schuh, Michael Wildpert und Christoph Streit kamen in Waidhofen allesamt als Einwechselspieler in die Begegnung.