Haitzendorf vor härtester Prüfung
Gerade einmal ein Punkt trennt den Ligakrösus von Verfolger Waidhofen/Ybbs. Beim Gipfeltreffen am Freitag rechnet der Aufsteiger mit einem Rekordbesuch.
Die 2. Landesliga West fiebert ihrem Spitzenspiel entgegen. Tabellenführer Haitzendorf trifft auf seinen ersten Verfolger Waidhofen/Ybbs. Mit einem Heimsieg würde der Aufsteiger den Platz an der Sonne übernehmen. „Es ist die derzeit beste Mannschaft der Liga bei uns zu Gast. Obwohl man gesehen hat, dass eigentlich jeder jeden schlagen kann, so führt Haitzendorf trotzdem nicht zufällig die Tabelle an. Ich erwarte ein sehr enges Match, in dem schon Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden können“, blickt Waidhofen-Trainer Niko Saric voraus.
Die Mostviertler erwartet ein intensives langes Wochenende, steigt am Montag doch auch die Meistercup-Partie gegen Waldhausen. Der Fokus liegt in erster Linie aber auf dem Duell um die Tabellenspitze: „Obwohl wir den Cup auch sehr ernst nehmen, ist natürlich das Match gegen Haitzendorf wichtiger. Wir wollen daheim weiter unsere Serie ausbauen und gewinnen“, sagt Saric.
Heigl muss mit Schlüsselbeinbruch passen
Beim Gipfeltreffen hofft der Chefcoach auf Rekordbesuch: „Wir rechnen mit 700 bis 800 Zuschauern.“ Verzichten muss Saric auf den Siegtorschützen gegen Großweikersdorf. Florian Mathias Heigl wurde vom Torhüter des Tabellenletzten in der Schlussphase ordentlich abgeräumt und zog sich dabei einen mehrfachen Bruch des Schlüsselbeins zu. Dem Mittelfeldmann steht eine Operation bevor.
Haitzendorf darf sich indes über einen wertvollen Rückkehrer freuen. Florian Schuh feierte gegen Weißenkirchen nach überstandener Schambeinentzündung sein Comeback. Der Flügelspieler kam in Minute 81 für Rudi Pirkner in die Partie und bereitete prompt den Treffer zum 4:0-Endstand vor. Ein deutlich überraschenderes Saisondebüt feierte Mario Zinner. Der verletzungsgeplagte Innenverteidiger kam in den vergangenen zwei Spielzeiten zusammen auf lediglich zwei Kurzeinsätze in der Kampfmannschaft. In der Wachau stand der 31-Jährige rund fünf Minuten auf dem Feld.
Waidhofen gegen Haitzendorf gab es noch nie
„Ich würde es mir für ihn wünschen, dass er wieder zu alter Stärke zurückfindet, weil er einen sehr langen Leidensweg hinter sich hat“, sagt Haitzendorfs Sportlicher Leiter Alfred Traht. Mit Blick auf das Gipfeltreffen gibt er eine interessante Einschätzung ab: „Sie spielen zu Hause, deswegen sind sie auch ein bisschen zu favorisieren.“ Waidhofen verfüge über eine sehr gute Truppe mit „brandgefährlichen Einzelspielern“. Detail am Rande: Seit Beginn der elektronischen Datenerfassung gab es das Duell noch nie.